Thursday, December 31, 2009

Auf ein Neues...


So, der letzte Post für dieses Jahr: Auf ein neues Jahr mit viel Gesundheit, Glück und Liebe! :)

Friday, December 18, 2009

Let it snow!

Heute hat es geschneit und es schneit ja immer noch! Eine wahre Wonne! :-)
Aus gegebenen Anlass und zu meiner Freude eine musikalische Untermalung!
Eine weiße Weihnacht wäre sooo schön! Drücken wir mal die Daumen.

Thursday, December 17, 2009

..and the time goes by...


Wieder ist ein Jahr fast rum und man blickt auf die Weihnachtstage, mal mit Freude da man frei hat und mal mit Unmut, da man wieder dem alljährlichen Weihnachtsfrust ausgesetzt ist: Verwandte besuchen und die "Alles-ist-schön"-Stimmung aufsetzen. Nach den Feiertagen ist man wieder geheilt von dem ganzen und 10 Kilo schwerer. Das ist auch wieder der Anlass sich vorzunehmen mehr Sport zu machen, denn es soll ja wieder vorwärts gehen. Sowieso wird nächstes Jahr alles besser! Man kennt es ja! Da liest man wieder in sämtlichen Zeitschriften sein Jahreshoroskop, welches besagt die große Liebe steht vor der Tür, der Karriereschub kommt mit Whorpgeschwindigkeit und die Gesundheit blüht vor Freude und meine Freundschaften vertiefen sich! Als Topic des Ganzen wird dann das schmucke Eigenheim oder der Kinderwunsch genannt, der sich natürlich auch noch erfüllen wird. Watt herrlich!
Dumm nur, das es nie so ist und auch nicht so kommen wird. Rückblickend auf das vergangene Jahr und auf dem was ich erlebt habe kann ich das getrost behaupten. Ich habe nicht wie durch Zauberhand meine große Liebe gefunden und wie viele soll es davon eigentlich geben? Auch hat sich meine "Karriere" nicht weiterentwickelt. Die Millionen lassen noch auf sich warten. Gesund bin ich zwar, aber in Zeiten der Pandemie ist es auch nicht mehr das was es mal war. Eigenheim und Kinder stehen auch nicht zur Debatte. Die Realität ruiniert mal wieder alles: Ich habe wieder frustrierende Männergeschichten erlebt die mich phasenweise in Depressionen gestürzt haben und mich fragen ließen "Wie lange soll das noch so gehen?", ich sitze immer noch in der Schule, arbeite an meinem Abitur und frage mich seit Monaten wie es danach weitergeht und habe nicht einen Schimmer momentan. Statt Eigenheim wohne ich mittlerweile in einer WG, habe in meinen 3-ten Umzug hinter mir und manch böse Zunge behauptet ich habe einen "wohnlichen Sozialenabstieg" hinter mir, der sich wie folgt zusammenfassen lässt: 2-Zimmer Wohnung- 1. Zimmer Wohnung- WG Zimmer. Mein Kinderwunsch dieses Jahr kam in Form eines kleinen schwarzen Katers mit blauen Augen, den ich aber nicht lange beherbergte. Zum Thema Freundschaften lässt sich sagen, schließt sich eine Tür öffnet sich woanders eine neue. Auch wenn sich manches jetzt vielleicht negativ anhört, dem ist nicht in allen Dingen so. Mit meiner Wohnsituation bin ich sehr zufrieden und meine Mitbewohnerin ist wirklich klasse. Ich habe in punkto Freundschaften die ein oder andere dazu gewonnen und vertieft, dafür eine andere leider auf dem bisherigen Weg verloren. Schulisch betrachtet hab ich durchaus meine Durchhänger, aber das Ende ist in Sicht und Pläne für danach werden sich konkretisieren. Meine Familie ist wohlauf, bis auf ein paar "Schürfwunden".
Nur die Liebe und ich, wir haben es nicht so miteinander. Da wird nicht miteinander, sondern gegeneinander gearbeitet! Was soll ich sagen, außer das vergebene Männer nur Ärger bringen... das nicht zu wenig. Mein persönliches Schreckgespenst besucht mich auch ab und an immer noch. Aber das ist wohl mittlerweile Bestandteil meines Lebens geworden.
Es kann nur schlimmer werden. Auf ein Neues!

Track des Tages Vol.10

Tuesday, November 10, 2009

Tracks des Tages Vol.9



Happy Sesame Street!


Der ein oder andere wird es wahrscheinlich schon mitbekommen haben, dass ich ein Sesamstraßenkind bin und somit ein Jim Henson Fan. Denn die Muppets mag ich auch gern leiden. Da ich damit groß geworden bin und somit voraussetze, dass es jeder kennt, werde ich hier kurz das heutige 40-jährige Jubiläum der Sesamstraße huldigen.
Wen ich ja gar nicht mochte war Graf Zahl. Der kam immer mit seinem Blitz und Donner daher und fing an zu zählen. Ich hielt mir in dessen die Ohren zu und kniff die Augen zusammen. JA, ich hatte Angst vor diesem lila farbenden Etwas. Der war mir unheimlich, was auch meine noch heutige Mathephobie erklärt. Wesentlich mehr mochte ich Ernie und Bert. Böse Zungen behaupten ja sie seien nicht nur Roommates... Naja, lassen wir das mal dahin gestellt. Ernie, der Bert ewig mit seinen Fragen nervte und dieser eigentlich nur Tuba spielen wollte! Wenn man sich heute in seinem Umfeld so umschaut, findet man einige Ernie & Bert`s wieder. In der Schule sehe ich täglich welche. Unvergessen natürlich auch Grobi, Tiffi, Herr von Bödefeld oder Elmo. Ganz groß auch Cookiemonster, Oscar und Kermit natürlich. Hach, da möchte man nochmal Kind sein. Was ist schon ein Pikachu oder Spongebob gegen diese legendären Puppen? Kermit hat eigens einen Stern auf dem Walk-of-Fame. Muss man mehr sagen? Ich denke nicht. Ein Hoch auf die Sesame Street! :)

Thursday, November 05, 2009

Tracks des Tages Vol.8





A letter full of love.


" guten Morgen am 7ten Juli (1812)

schon im Bette drängen sich die Ideen zu Dir meine Unsterbliche Geliebte, hier und da freudig, dann wieder traurig. Vom Schicksaale abwartend, ob es unß erhört- leben kann ich entweder nur gantz mit Dir oder gar nicht, ja ich habe beschlossen in der Ferne so lange herum zu irren, bis ich in deine Arme fliegen kann, und mich ganz heimatlich bei Dir nennen kann, meine Seele von Dir umgeben ins Reich der Geister schicken kann- ja leider muß es sein- Du wirst Dich fassen um so mehr, da Du meine Treue gegen Dich kennst, nie eine andre kann mein Herz besizen, nie- nie- o Gott warum sich entfernen müßen, was man so liebt und doch ist mein Leben in Vien so wie jetzt ein kümmerliches Leben- Deine Liebe macht mich zum glücklichsten und zum unglücklichsten zugleich in meinen Jahren jetzt bedürfte ich einiger Einförmigkeit Gleichheit des Lebens- kann diese bei unserm Verhältniße bestehen?- Engel, eben erfahre ich, daß sie Post alle Tage abgeht- und ich muß daher schließen, damit du den Brief gleich erhälst- sei ruhig, nur durch Ruhiges Beschauen unsres Daseins können wir unsern Zweck zusammen zu leben erreicen- sei ruhig- liebe mich- heute- gestern- welche Sehnsucht mit Thränen nach Dir- Dir- Dir- mein Leben mein alles- leb wohl- o liebe mich fort- verkenn nie das treuste Herz Deines Geliebten L.
ewig dein
ewig mein
ewig unß"


Ludwig van Beethoven an die "Unsterbliche Geliebte", 1812

Sunday, November 01, 2009

In motion.


Da sitzt man nun, mit sich und dem Kaffee vor der Nase. Gleich daneben das Handy, parat zum Telefonieren. Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen man meint die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben und folglich den Kopf voller verrückter Gedanken hat, die unbedingt mitgeteilt werden möchten. Zumindest meint man das. Ich könnt mal wieder die gute Freundin anrufen, von der man Wochen bzw. Monate nichts gehört hat. So eine gute Freundin ist es... Wofür hat man denn eine Handyflatrate, dachte ich mir. Prompt wähle ich ihre Nummer. Doch schon während das Handy wählt wird mir bewusst, dass ich gar nicht mit ihr sprechen will. Geschweige denn ihr etwas erzählen. Unsere letzte Begegnung war im Sommer, schon da hatten wir unser übliches Portfolio schnell abgearbeitet: Arbeit, Schule, Familie, Freunde und Männer. Punkt. Das war es. Diese Abhandlung dauerte zusammengenommen 20 Minuten. Jeder hatte also 10 Minuten verbraucht. Wahnsinn, das schafft man nur innerhalb einer 10-jährigen Freundschaft oder in einer 25-jährigen Ehe. Kompliment. Ich fand es auch mühselig jede etwas kleinere Wichtigkeit zu erwähnen, die in den Monaten davor stattgefunden hat. Auch wenn sie für mich sehr elementar war und auch heute eventuell noch ist. Bei dieser besagten Freundin ist es auch so, dass man immer alles aus den letzten Wochen und Monaten, in einem Kaffeegespräch unterbringen muss damit man sein Soll erfüllt hat. Völlig unabhängig der Tatsache, das es auch zwischendurch nie ein Telefonat gegeben hat. Es ist die Situation die man mit seinem Chef hat, wenn man den Monatsbericht abgeben muss: kurz, knackig und bündig. Traurig, das es nach einer langjährigen Freundschaft nicht anders gehen kann. Aber wie oft hatten wir schon den Punkt an dem wir über unsere Freundschaft geredet haben, wie es weitergeht und weitergehen soll. Seit Jahren entwickeln sich unsere Leben in völlig verschiedene Richtungen, mal mit dem jeweils anderen, mal ohne ihn. Wahrscheinlich hält auch nur die Tatsache das es sich um eine so lange Freundschaft handelt, irgendwie zusammen. Manchmal finde ich es traurig, manchmal ist es mir fast egal. Das schlimme daran ist eigentlich, dass ich nicht die Worte finde um es anzusprechen und es gegebenenfalls zu lösen. Lohnt sich denn ein erneuter Kit in einer angeschlagenen Freundschaft, die seit Jahren vor sich hin tummelt? Ist es nicht manchmal besser los zu lassen?

Track des Tages Vol.7

Saturday, October 31, 2009

Trick or Treat?


Es ist die Jahreszeit in der es bereits um 17:00 Uhr stockfinster draußen ist und man sich fragt, wann und ob es überhaupt irgendwann am Tage hell gewesen ist. Die dunkle, kuschelige und besinnliche Jahreszeit ist mir die liebste. Nichts gegen den Sommer, aber an den Herbst kommt nichts heran. Man darf sich ungestraft auf das Sofa verziehen und sich in die warme Decke hüllen mit brav Kakao oder Tee in der Hand, dabei stundenlang die Lieblingsserie auf DVD gucken und sich nicht schuldig fühlen müssen, da man bei dem schönen Wetter mal nicht vor die Tür gegangen ist. Damit ist Schluss! Zumindest für eine kleine Weile. Winter- und Herbstdepressionen mal nicht mit eingeschlossen. Muss man ja auch nicht zwangsläufig haben. Ein schöner Spaziergang durch den mit bunten Blättern bedeckten Park und die Welt ist in Ordnung. Sonne scheint durch die Bäume und alles duftet nach Herbst. So lässt sich doch ein Sonntag im Herbst gut verbringen, ob alleine oder zu zweit. Melancholie lässt grüßen! Aber ich fühl mich wohl in dieser wunderbaren Jahreszeit! Auch wenn man manchmal im Park diverse Pärchen vergiften möchte, aber auch das nimmt man in Kauf ;)

Happy Halloween!

Tracks des Tages Vol.6



Thursday, October 29, 2009

Willst du mit mir gehen? Ja [ ] Nein [X]


Früher war alles besser oder eben einfacher. In manchen Fällen ist das auch richtig, vor allem wenn man als kleines Kind noch brav das Frühstück vorgesetzt bekommt, die Klamotten werden bereit gelegt und die Haare werden einem ordentlich zum Zopf gebunden. Man wird umgarnt und jeder Wunsch wird einem von den Augen abgelesen. Herrlich und unbeschwert. Selbst wenn einen die doofen Nachbarskinder geärgert haben, gingen Mama oder Papa zu ihnen hin und hat denen mal ordentlich den Marsch geblasen. Wir befanden uns natürlich direkt daneben und wurden mit Mama ,oder eben Papa, an der Seite ganz groß. Hach, es war so leicht Ärger und anderen Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen. Ich für meinen Teil habe immer sehr viel Zeit draußen verbracht mit den ganzen Nachbarskindern. Damals habe ich auch immer mit den Jungs gespielt, da ich mit Mädchen und Puppen nicht soviel anfangen konnte. Stattdessen gab es HE-MAN und Matchboxautos. Da wurde dann stundenlang mit gespielt ohne jegliches Gezicke oder Haareziehen. Anschließend hat man sich natürlich noch ordentlich eingesaut beim toben draußen in diversen Sandhaufen, Matschpfützen oder ähnlichem. Es gab keinerlei Probleme mit den Jungs, schließlich war man das coolste Mädchen in der Nachbarschaft. Denn ich hatte die HE-MAN Figuren.
Einige Jahre später dann, es war zu Realschulzeiten, nahm das Unglück seinen Lauf. In der 5. Klasse fing es dann an mit den Schwärmereien für diverse Klassenkameraden oder irgendwelche anderen coolen Jungs auf der Schule, was sich bis zur 8. Klasse hinzog. Pausenlos wurde mit meinen Freundinnen darüber fantasiert, wie toll doch alles mit MIster X sei und jeder einzelne Blick der vermutlich nicht mal unbedingt einer von uns gegolten hat, wurde analysiert und interpretiert als ob es kein Morgen gäbe. Wir waren so glücklich, denn letztlich war alles so unkompliziert und aufregend. Selbst einen Zettel mit einem angekreuzten "Nein" nahm man nach 2 Wochen Dauerweinen einfach hin, und suchte sich wen neues zum anhimmeln. Es war so einfach!
Heute hingegen sieht das ganze etwas anders aus, da es sich zunehmend zu einem Dilemma entwickelt hat. Ich verschenke mein Herz mittlerweile nicht mehr an den Erstbesten für den ich mal eine Zeit lang schwärme, auch wenn manch einer es eventuell verdient hätte. Nein, vielmehr verliere ich es an den Falschen und bin dann folglich phasen-depressiv, wenn alles den Bach herunter geht. Da ist es mit 2 Wochen Erholung für das geschundene Herz nicht mehr getan, da müssen größere Kaliber her: Entweder ein neuer Typ oder monatelange "Mich-will-ja-Keiner-Mitleids-Tiraden" auf das eigene Ich. Wunderbares Zerfleischen der eigenen Seele wird postwendend hinten dran gehangen und die Badewanne mit wird voll gemacht mit dem schönen Selbstmitleid. Wie schön wäre es doch, wenn sich auch heute noch alle Männerprobleme mit einem Zettel und einem Kreuz an der richtigen Stelle lösen lassen könnten!?

Tracks des Tages Vol.5



Saturday, October 24, 2009

Desire


"Was tust du da?" ertönte es hinter ihr. "Ich denke nach." entgegnete sie. Ihr Blick war weiterhin starr nach vorne gerichtet und um sie herum pulsierte das tägliche Treiben, dass am Wochenende die Stadt lebendig macht. "Wie lange sollen wir hier noch sitzen?" ertönte es erneut hinter ihr und wieder entgegnete sie mit halbherzigem Ton: "Mal sehen". Ihr Blick streifte Leute die vorüber gingen, Ehepaare mit Kindern, Pärchen, kleinere Grüppchen von Mädchen die kichernd vorbei gingen. "Schau, so waren wir auch in dem Alter. Nur so schlecht angezogen, das waren wir nicht!" Vor ihr spazierte ein Ehepaar entlang, völlig harmonisch im Einklang. Beide müssen schon Mitte sechzig sein, mit ihrem schütternden grauen Haar lächelte sie ihren Mann an und zog ihm den Schal zurecht. Er verdrehte die Augen und blieb widerwillig stehen. Sie zog und drehte genüsslich an seinem Schal herum und ihre Lippen bewegten sich unentwegt, wahrscheinlich hält sie ihm Vorträge über eine Nichtigkeit, wie etwa einem verrutschten Schal. Er sieht sie liebevoll an, nimmt ihre Hand in seine und zieht sie sanft mit. Lächelnd schüttelt sie ihren Kopf und ihr graues Haar glänzt in der Sonne. "Wie lange die beiden wohl verheiratet sind?" -"Hm, bestimmt so an die vierzig Jahre, so wie die aussehen!" Sie sah den beiden lange nach, auch wenn sie schon fast außer Reichweite waren hatten sie etwas so herzliches an sich, etwas wonach sich ein jeder sehnt. Diesen einen Menschen, der dir die Hand hält, wenn der erste Schritt ein schwerer ist. Der dir durch das Gesicht streicht und sagt wie wunderschön man sei, obwohl man mit Grippe und verschnupfter Nase im Bett liegt. Der dich nachts anruft, nur um dir eine "Gute Nacht" zu wünschen. Es ist der Mensch, zu dem du herauf schaust und immer wieder etwas neues entdeckst. Der, dem du immer wieder von diesem einen Erlebnis erzählen kannst, ohne das es ihn langweilt. Es ist der Mensch, dem du ohne zu zögern deine Ängste anvertrauen kannst und der dich deswegen nicht verurteilt. Es ist der Mensch, den du ansiehst und du weißt mit einmal das es Liebe ist. Derjenige, den du auch mit siebzig Jahren noch für den wunderschönsten Mensch auf Erden hälst, und dem du für jede Sekunde mit ihm dankbar bist. Es ist der, der sich mit dir in ein Kettenkarussell setzt und deine Hand hält. Der Mensch, für den du alles geben würdest und der dich jederzeit auffängt. Wenn man diesem Menschen begegnet, braucht man keine Worte mehr. "Du träumst schon wieder oder?" ertönte es wieder einmal hinter ihr. -"Träumen, ja ein wenig vielleicht. Du weißt wie ich bin, wundere dich nicht darüber, dass ich so still bin." Die Sonne scheint, und zaubert durch ihre Wärme eine gewisse Röte auf das Gesicht. Das ältere grauhaarige Ehepaar kommt erneut vorbei und passiert ihren Blick. Sie halten sich immer noch an ihren Händen und strahlen diese Wärme aus, wie es die wenigsten tun. "Möchtest du auch noch einen Kaffee?" fragte die Stimme hinter ihr, "komm lass uns weiter gehen!" Sie stand auf, sah sich um und stellte fest dass sie immer noch alleine war.

Sunday, October 18, 2009

Tracks des Tages Vol.4



In my own words


Es gibt nicht annähernd genug Worte und Buchstaben, um das Innere eines Menschen zu beschreiben geschweige denn seine Gefühle. Schreiben hilft manchmal um Dinge wiederzugeben, die man nicht einfach so erklären kann. Ein Wort drückt oftmals mehr aus, als es Sätze oder Geschichten jemals könnten. Emotionen werden als Worte oft noch viel aussagekräftiger, als sie ohnehin schon sind. Eine Träne alleine steht für unendlich viele Gefühle, doch definiert man diese Träne mit einem Wort wie Trauer, Freude, Liebe oder ähnlichem, so wird die Tiefe dahinter erst bewusst greifbar.
Ein Wort was soviel ausdrückt ist eine Geschichte. Hinter jedem Wort steckt eine Geschichte. Positive und negative Worte erzählen Geschichten, wie auch das Gesicht eines Menschen. Ein Blick in die Augen eines anderen offenbart Gefühle und Welten, die sich in einfachen Worten wieder finden. Ein Wort definiert einen Menschen so sehr, das es keinerlei Geschichten mehr bedarf um zu wissen wer vor einem steht. Weint die Seele und das Herz, so findet man es in den Worten wieder. Ganze Beziehungen zwischen den Individuen lassen sich mit Worten definieren. Gefühle drücken Worte aus, Worte Gefühle. Es ist nicht immer einfach die richtigen zu finden, es reicht auch ein Blick oder eine Geste um das zu sagen was man nicht kann. Doch auch das ist nichts anderes als ein unausgesprochenes Wort, was für sich genommen eine Geschichte erzählt.

Monday, October 05, 2009

Erinnerung.



Es gibt einen Stern im Meer.


Schwimmend auf offener See, das Wasser ruhig und still. Es wiegt mich hin und her im Takt der Wellen. Die Kälte des Wassers ist erträglich und hat diesen Hauch angedeuteter Wärme, ist er da oder ein Irrgespenst des Kopfes? Vor einem liegt nichts, hinter einem der klägliche Rest des Bestehenden. Die Arme bewegen sich automatisch und die Wellen treiben voran. Spürst du die Kraft, die dich vorwärts bringt, die Bewegungen deiner Arme? Den Antrieb deiner Beine?
Den Kopf gen Himmel gestreckt blicke ich in den Sternenhimmel. Melancholie mit all seinem süßen Duft liegt in der Luft. Das Herz zieht sich zusammen, vor Freude und Enttäuschung. Sterne so weit das Auge reicht, so unendlich das man es niemals fassen kann. Man möchte in diese Weiten fliegen und eintauchen in dieses unendliche Weite. Das Wasser wiegt in einen erträglichen Zustand, schwerelos gleitet man dahin. Keine Schwere die einen begleitet, nur der süßliche Duft der Melancholie liegt in der Nase. Wehmütig blickt man wieder nach vorne und sucht vergebens ein Rettungsboot.

Monday, September 07, 2009

Mademoiselle Chanel



"Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut."

"Eine Frau sollte sich jeden Tag so anziehen, als könnte sie ihrer großen Liebe begegnen."

"Es ist besonders schwer zu schweigen, wenn man nichts zu sagen hat."

Gabrielle Bonheur Chasnel ( 19. August 1883; † 10. Januar 1971 )

Tracks des Tages Vol.3




Sunday, September 06, 2009

Tracks des Tages Vol.2


Kopfkino.


Hin und wieder, vielleicht auch des öfteren, stellen wir uns Fragen auf die wir ein Leben lang die Antwort suchen oder von irgendwem bekommen möchten. Nicht immer ist die Frage in unserem Kopf präsent, doch stets abrufbar parat. Ich bin ein Mensch der sehr stark dazu neigt alles mit Musik zu verbinden, hauptsächlich Erlebnisse und Emotionen. Fragt mich jemand wie es mir geht, würde ich am liebsten auf ein Knopf drücken und prompt hört man den Track, der am besten das beschreibt was in mir und meinem Kopf vorgeht. Wobei dann die erste Schwierigkeit sein könnte, dass manch einer nicht weiß was er mit gewissen Liedern anfangen soll. Es sieht ja auch merkwürdig aus: Es ist Hochsommer, 30 Grad und mein Befinden ähnelt einem "November Rain". Nun ja, es sei dahin gestellt. Manch einer wird es verstehen können.
Vieles geht tiefer und lässt sich schwer erklären oder gar in Worte fassen. Tagelanges Abtauchen ist öfter ein guter Weg um Dinge zu ordnen und für sich zu strukturieren. Auch unter Freunden redet man nicht über alles. Heute zum Beispiel, habe ich das Gefühl festzustecken und irgendwie nicht weiter zu kommen. Genau genommen schon seit einer kleinen Weile. Wieder ist der Punkt erreicht an dem es heißt "Hallo Young Midlifecrisis" und wieder sitzt man im Kettenkarussell mit sich und seinen Gedanken, Gefühlen und Erwartungen. Es scheint als werden die Abstände immer kürzer zwischen den Punkten und die ersehnten Antworten immer gefragter. Man tut was man am besten kann: Musik auf Play und Gedanken schweifen lassen. Kopfkino deluxe mit intellektuellem Anspruch- Hurra, macht ein Fass auf, es darf wieder gefeiert werden! Worauf ich hinaus möchte weiß auch ich manchmal nicht, auch nicht wenn man wie ich in der Zwickmühle sitzt. Ich hab nicht geglaubt, dass ich mal das Gefühl haben werde weglaufen zu wollen, doch momentan verspüre ich das nur allzu stark. Dabei wäre es so einfach den Reset-Knopf drücken, Koffer unterm Arm und das berüchtigte Onewayticket. Doch stattdessen mal wieder den Ausbruch zu wagen, sitze ich im Karussell und mit weht der Wind um die Ohren. Doch irgendwann muss man auch hier aussteigen.

Thursday, June 04, 2009

Caught in the Moment


Es gibt Momente im Leben die prägen sich so sehr in den Kopf ein, dass man schon fast das Gefühl hat man hätte ein dauerhaftes Dejavu. Es sind die kleinsten Details an die man sich haarklein erinnert. Der Duft der in Luft lag, die Musik die lief, das Auto das vorbeifuhr, das Gefühl im Bauch, der bewölkte Himmel. Einfach alles. Man könnte den Moment, den Tag oder gar die Zeit die einem so unvergesslich erscheint, jederzeit haargenau wiedergeben und vor dem inneren Auge läuft der Film ein weiteres Mal ungeschnitten ab.
Die beiden Momente, die ich jederzeit in der Uncut Version abrufen kann und detailiert wieder geben kann, sind an sich von der Sache her sehr ähnlich, jedoch von meinem akuten Gefühlszustand in den Momenten, völlig unterschiedlich zu betrachten. Ich fange mal mit dem ersteren der beiden an.
Eine Weile her ist es schon, dennoch kenne ich jedes Detail: Es war an einem Augusttag vor ein paar Jahren, das Wetter an dem Tag war nicht gerade das was man unter Sommer versteht und ich lag mit Fieber und Grippe im Bett bzw. auf dem Sofa. Gegen Abend stand ich in meinem Badezimmer und telefonierte mit meinem besten Freund, sagte ihm das ich keine Lust auf das Date habe, da ich mich auch gar nicht nach Date fühlte geschweige denn so aussah. Ich stand mit dem Telefon am Ohr vor meinem Spiegel und sah mein fiebriges Gesicht. Nach einer Beratschlagung mit meinem besten Freund entschied ich mich für dieses kurze Intermezzo von Date, "In einer Stunde bin ich eh wieder zurück" sagte ich zu ihm am Telefon, "ich ruf dich gleich wieder an". Ich schminkte mich und zog mir einen dunkelgrauen Rolli an (großes Kino für August), sprühte ein wenig Coco Mademoiselle auf und entschloss auf eine kurze schnelle Zigarette-to-Go zu verzichten und warf meine schwarze Lederjacke über. Es war ungewöhnlich kalt und dank des Fiebers fror ich umso mehr. Ich trottete dann zu dem vereinbartem Treffpunkt und sah Ihn schon aus der Entfernung dort stehen. Er trug eine schwarz-rote Jacke und er hatte einen gestreiften Pullover an, an dem er rumzupfte. Ein wenig verloren stand er da. Als ich näher kam, erblickte auch er mich und strahlte mich an. Ich weiß nicht genau woran es in dem Moment lag, ob es sein Lächeln war, seine unbeholfene Art oder irgendetwas anderes, aber mich überrollte eine unglaubliche Wärme und ich wusste das ich meinen Krankenausflug nicht bereuen würde. Zumindest nicht an diesem Abend. Er roch so unglaublich gut, seine Gestik, seine Blicke, alles passte so zu Ihm. Bevor ich alles wiedergebe, jedes Gesprächsthema und jeden Witz, soviel muss ich sagen: Den Klang seiner Stimme hab ich auch wenn ich das jetzt hier tippe, wieder im Ohr und das wohlige Gefühl ist auch da. Es wurde ein wunderbarer Abend, der mich noch heute lächeln lässt. Ich könnte den ganzen Abend noch weiter detailiert ausführen bzw. wiedergeben, doch das würde den Rahmen sprengen. Ich bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen, mit einem strahlenden Gesicht und mit einer guten Zigarette im Mund. Es war zwar kalt und herbstlich, dennoch hatten wir August und eine sternenklare Nacht. 

Wednesday, June 03, 2009

High Defintion 2.0


Ein Gespräch mit einer Freundin vor ein paar Tagen, spukte mir heut wieder im Kopf herum und ließ ein paar meiner Gedankengänge aufwirbeln. In diesem Gespräch wurde mir gesagt, ich würde zu wenig ausgehen und somit auch nichts erleben und niemanden kennenlernen. So lautete ihre Devise. Hm, den Punkt kann man von zwei Seiten betrachten: In gewisser Weise hat sie Recht, da ein wenig Wochendbelustigung doch hin und wieder gut tut, jedoch auf der anderen Seite die Male die ich weggehe nichts besonderes darstellten und allesamt irgendwie unter dem Topic liefen "man war halt da". Natürlich macht es Spaß wenn man richtig feiern geht, gar keine Frage. Allerdings sind die Abende auch rar geworden und die Truppe mit der man eins immer loszog auch nicht mehr die selbe ist. Desöfteren heißt es Pärchenabend (da falle ich als Single kollektiv heraus), Kinobesuch, DVD- und Kochabend, Grillen etc. statt Party nonstop jedes Wochenende.
Meine Freundin wertete das "Nicht- Ausgehen", als den ausschlaggebenden Faktor für das ultimative Kennenlernen des Traumprinzen. Sicherlich wird dieser auf seinem weißen Ross schon am Eingang des Clubs stehen und verteilt als Bachelor Rosen an vorbeikommende Weibchen. Natürlich, wer kennt es nicht. Schön ist auch an der Stelle der Bericht ihrerseits "Hm, es war langweilig und kennengelernt hab ich auch niemanden." Nun gut, lassen wir es an der Stelle auf uns wirken...
Da stellt sich mir die Frage: Bin ich etwa selbst schuld daran, dass ich Single bin da ich nicht jedes Wochenende losziehe und wie verzweifelt suche nach dem "Einen"? Mir für den Abend nicht jemanden aussuche, den ich mit nach Hause nehme und der mich morgens verschämt ins Bad schleichen lässt, wo ich mir unter der Dusche denke "Warum?"? Ist es schlimm, dass ich mich nicht zum Wochendendlichen  Schaulaufen bereit stelle und einen auf naives Mädchen mache, dass wieder nru gut sein wird für zwischendurch mal? Ist es schlimm, dass ich mich nicht über das potentielle Kennenlernen diverser Männer definiere und folglich über die, die ich mit nach Hause nehme? Ist mein Leben dadurch gar ein schlechteres?
Jeder Mensch definiert sich ein Stück weit über sein soziales Netzwerk, wächst durch die eigene Beziehung, durch Freundschaften, durch Erlebnisse. Sollte man aber sein Dasein abhängig vom anderen Geschlecht machen? Bin ich ein erfüllter Mensch, wenn ich die optimale Beziehung habe? Ist es das Maß aller Dinge? 
Meine Freundin sagt immer wir seien uns so ähnlich, in dem Fall weiß ich aber das Welten zwischen uns liegen. Was nicht heißt das ich es nicht toll finde umschwärmt zu werden und jemanden zu haben, im Gegenteil. Jedoch mache ich mein Wesen nicht davon abhängig, weil ich weiß dass man nicht jedes Wochenende die Party seines Lebens feiern kann und folglich kann man auch nicht jedes Wochenende den Mann fürs Leben finden. 



Sunday, May 10, 2009

Tatort: Herz.


Es wird nicht mehr lange dauern. So wie es momentan aussieht. Fast schon unheimlich das es doch noch passieren wird. Will ich das überhaupt? Plötzlich ist es alles so schnell und eine gewisse Eigendynamik stellt sich ein, die ich nicht überblicken kann. Normalerweise bereitet mir so etwas ja eher ungute Gefühle und Kopfzerbrechen, aber ich bin ein wenig optimistisch gestimmt. Wie es wohl sein wird? Wie werde ich damit umgehen ohne völlig auszuflippen vor Angst und vor Freude? Oh man, ich merke wie mein Gesicht sich zu einem grinsenden Etwas verwandelt. Vorfreude ist und bleibt die schönste Freude. Meine Freunde hatten mir zuliebe immer gesagt, dass sich alles zum Guten wenden wird und tatsächlich habe ich auch mal Glück. Dieses wonnige Gefühl in der Magengegend, so schön. So warm, so lang herbei gesehnt und schon fast wieder vergessen wie es sich anfühlt. Es ist schön, zu spüren das man nicht völlig abgestumpft ist, nach all den Enttäuschungen. Viel mehr kann man ein Herz gar nicht mehr flicken. Es hat schon genug Pflaster an sich kleben.
Ich werde nervös, da es sich immer mehr dem Punkt nähert an dem ich endlich zum Zuge kommen werde. Keine unnötigen Gedanken mehr, kein Zappeln, kein Nur-so-tun-als-ob. Es ist richtig. Es ist echt. Bedenken hatte ich viele, angefangen von meinem kaputten Selbstwertgefühl bis hin zu den äußeren Umständen, die es nicht zu lassen. Doch irgendwas ließ es doch zu und bescherte mir ein wenig Glück. Einen kleinen Becher to go. Anfangs etwas zu heiß um es festzuhalten, aber nach einer kurzen Eingewöhnung wollig warm und köstlich zu gleich. Nun trotte ich daher mit meinem kleinen Becher Glück, verzückt und euphorisiert. Mit dem Blick nach vorne. Voller Hoffnung. In einem kurzen Moment nehme ich ein Schluck vom Glück. Ein wenig zu hastig, denn ein wenig geht verschütt. Trotzdem trotte ich weiter, mein Ziel vor Augen. Gleich hab ich es geschafft, nur noch ein bisschen. Gegen meinen Willen werden meine Beine ein wenig schneller und ehe ich mich versehe, stehe ich vor dem was ich eigentlich möchte, was mich beflügelt. Mir wird warm auf der Hand und ich werfe einen kurzen Blick auf meinen kleinen Becher Glück. Der Deckel ist verrutscht und an der Seite des Bechers tropft das Glück auf meine Hand. Mir wird kalt. Ich gucke auf den Boden, auch dort liegt das Glück bereits. Ich drehe mich um und schaue den Weg zurück, wo überall etwas von meinem Glück liegt. Meine Sicht ist verschwommen, meine Wangen nass. Der Becher ist leer. 

Wednesday, April 29, 2009

Neues aus der Mottenkiste


Ja,ja da ist er wieder, der durchwachsene April. Sei es das bescheidene Wetter, welches ab und an mal sommerliche Züge annimmt oder aber die damit verbundene Stimmungsachterbahn. Willkommen in einer der vielen Statistenrollen im Film "Mein Leben und ich", ein Film voller Missverständnisse, die manchmal an extremer Grenzwertigkeit nagen.
Nein, ich bin nicht schlecht gelaunt. Vielmehr lasse ich das vergangene Jahr wieder einmal, kurz vor meinem Geburtstag, Revue passieren. Wahnsinnig viel hat sich nicht getan: Ich wohne immer noch in meiner "1-Zimmer-mehr-kann-ich-mir-nicht-leisten-Wohnung", bin immer noch in dem Genuss die Schulbank zu besuchen und habe immer mal wieder das Vergnügen mich mit der Spezies Mann rumzuschlagen. Mal mehr, mal weniger positiv. Tja, alles nicht gerade das gelbe vom Ei möchte man meinen, manch einer sagt sogar "Hey! Freu dich doch, das es dir gut geht". Natürlich freu ich mich weder an der Schweinegrippe erkrankt zu sein, noch Hartz 4 zu empfangen. Ich freu mich so sehr, dass ich jeden Tag ein Faß aufmache und mich damit begieße. Vor lauter Jubel und Heiterkeit, vergesse ich sogar manchmal meine Hausaufgaben, ich Draufgänger. 
Nein, ich bin auch nicht depressiv, selbst wenn es den Eindruck erweckt. Ich bin schlicht weg gelangweilt und habe wie üblich ein Gedankenpotpurri im Kopf, dem ich Luft und Raum geben möchte. Und heut ist diese Gelegenheit da. Zum Beispiel hatte ich letztens das Vergnügen, naja ein wenig her ist es schon, die Ersatzbefriedigung für einen Mann, nennen wir ihn Paul, zu sein. Ein wahres Fest für mich, da ich plötzlich der Mittelpunkt der Erde war, zumindest für die paar Stunden. Vorweg muss ich sagen, das Paul und meine Wenigkeit eine etwas, naja sagen wir nicht ganz einfache Beziehung zueinander haben. Mit Ersatzbefriedigung meine ich auch nicht nur den gemeinsamen Beischlaf, sondern auch irgendwie alles was man halt ab und an mal braucht sowie Beifall, aufmunternde Worte und sinnlos Gerede für die Seele. Das Übliche, man kennt es ja. Nicht das ich mich nicht auch ab und an daran erfreuen würde, natürlich tue ich das. Aber irgendwann kam dieser böse Gedanke auf "Ersatz" bzw. "Pausenbrot". So, in der Art und ich begann mir mal die Operation "Paul" genauer anzuschauen und bin zu folgendem Resultat gekommen, welches bahnbrechend und durchaus wissenschaftlicher Natur ist: Ich will Ihn, weil ich Ihn NICHT haben kann! Tatatata! 
Ich erinnere mich gerne an früher, als meine kleine Schwester zur Welt kam. Mein bis dato größter Wunsch war ein Pony, obwohl ich Pferde nicht leiden konnte, um dieses Pony dann auf unseren Balkon zu drapieren. Im Krankenhaus dann präsentierten meine Eltern mir dieses kleine Mädchen, fortan meine Schwester. Ich bestand natürlich auf mein Pony, nur leider hatte ich keine passenden Argumente parat sowie etwa "wenn wir es nicht mehr brauchen, kommt es auf die Schlachtbank", durchaus ein starkes Argument aus heutiger Sicht. Nichtsdestotrotz habe ich mich irgendwann mit dem Gedanken angefreundet eine kleine Schwester zu haben. In der oralen Phase meiner Schwester, tat ich alles erdenkliche um doch noch hinterrücks an mein fast schon verlorenes Pony zu kommen. Ich legte kleine Legosteine zum verschlucken in ihr Zimmer und stiftete sie an, diese zu essen. In der Hoffnung, ich bekomme mein Pony. Vergeblich. Nach wochenlangem Austesten meiner bösartigen Absichten, habe ich es aufgegeben. Meiner Schwester ist natürlich nie etwas wirklich Schlimmes passiert, durch meine Aktionen. 
Wenn ich so darüber nachdenke und versuche die Parallelen zwischen Operation "Paul" und Aktion "Pony" zu erschließen, kommt mir eigentlich nur der Gedanke: Wer ist eigentlich Paul? Und vor allem wer ist diese Person für mich?  Vielleicht ist es mein ganz persönliches Pony 2.0.