
Ein Gespräch mit einer Freundin vor ein paar Tagen, spukte mir heut wieder im Kopf herum und ließ ein paar meiner Gedankengänge aufwirbeln. In diesem Gespräch wurde mir gesagt, ich würde zu wenig ausgehen und somit auch nichts erleben und niemanden kennenlernen. So lautete ihre Devise. Hm, den Punkt kann man von zwei Seiten betrachten: In gewisser Weise hat sie Recht, da ein wenig Wochendbelustigung doch hin und wieder gut tut, jedoch auf der anderen Seite die Male die ich weggehe nichts besonderes darstellten und allesamt irgendwie unter dem Topic liefen "man war halt da". Natürlich macht es Spaß wenn man richtig feiern geht, gar keine Frage. Allerdings sind die Abende auch rar geworden und die Truppe mit der man eins immer loszog auch nicht mehr die selbe ist. Desöfteren heißt es Pärchenabend (da falle ich als Single kollektiv heraus), Kinobesuch, DVD- und Kochabend, Grillen etc. statt Party nonstop jedes Wochenende.
Meine Freundin wertete das "Nicht- Ausgehen", als den ausschlaggebenden Faktor für das ultimative Kennenlernen des Traumprinzen. Sicherlich wird dieser auf seinem weißen Ross schon am Eingang des Clubs stehen und verteilt als Bachelor Rosen an vorbeikommende Weibchen. Natürlich, wer kennt es nicht. Schön ist auch an der Stelle der Bericht ihrerseits "Hm, es war langweilig und kennengelernt hab ich auch niemanden." Nun gut, lassen wir es an der Stelle auf uns wirken...
Da stellt sich mir die Frage: Bin ich etwa selbst schuld daran, dass ich Single bin da ich nicht jedes Wochenende losziehe und wie verzweifelt suche nach dem "Einen"? Mir für den Abend nicht jemanden aussuche, den ich mit nach Hause nehme und der mich morgens verschämt ins Bad schleichen lässt, wo ich mir unter der Dusche denke "Warum?"? Ist es schlimm, dass ich mich nicht zum Wochendendlichen Schaulaufen bereit stelle und einen auf naives Mädchen mache, dass wieder nru gut sein wird für zwischendurch mal? Ist es schlimm, dass ich mich nicht über das potentielle Kennenlernen diverser Männer definiere und folglich über die, die ich mit nach Hause nehme? Ist mein Leben dadurch gar ein schlechteres?
Jeder Mensch definiert sich ein Stück weit über sein soziales Netzwerk, wächst durch die eigene Beziehung, durch Freundschaften, durch Erlebnisse. Sollte man aber sein Dasein abhängig vom anderen Geschlecht machen? Bin ich ein erfüllter Mensch, wenn ich die optimale Beziehung habe? Ist es das Maß aller Dinge?
Meine Freundin sagt immer wir seien uns so ähnlich, in dem Fall weiß ich aber das Welten zwischen uns liegen. Was nicht heißt das ich es nicht toll finde umschwärmt zu werden und jemanden zu haben, im Gegenteil. Jedoch mache ich mein Wesen nicht davon abhängig, weil ich weiß dass man nicht jedes Wochenende die Party seines Lebens feiern kann und folglich kann man auch nicht jedes Wochenende den Mann fürs Leben finden.
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