Sunday, September 06, 2009

Kopfkino.


Hin und wieder, vielleicht auch des öfteren, stellen wir uns Fragen auf die wir ein Leben lang die Antwort suchen oder von irgendwem bekommen möchten. Nicht immer ist die Frage in unserem Kopf präsent, doch stets abrufbar parat. Ich bin ein Mensch der sehr stark dazu neigt alles mit Musik zu verbinden, hauptsächlich Erlebnisse und Emotionen. Fragt mich jemand wie es mir geht, würde ich am liebsten auf ein Knopf drücken und prompt hört man den Track, der am besten das beschreibt was in mir und meinem Kopf vorgeht. Wobei dann die erste Schwierigkeit sein könnte, dass manch einer nicht weiß was er mit gewissen Liedern anfangen soll. Es sieht ja auch merkwürdig aus: Es ist Hochsommer, 30 Grad und mein Befinden ähnelt einem "November Rain". Nun ja, es sei dahin gestellt. Manch einer wird es verstehen können.
Vieles geht tiefer und lässt sich schwer erklären oder gar in Worte fassen. Tagelanges Abtauchen ist öfter ein guter Weg um Dinge zu ordnen und für sich zu strukturieren. Auch unter Freunden redet man nicht über alles. Heute zum Beispiel, habe ich das Gefühl festzustecken und irgendwie nicht weiter zu kommen. Genau genommen schon seit einer kleinen Weile. Wieder ist der Punkt erreicht an dem es heißt "Hallo Young Midlifecrisis" und wieder sitzt man im Kettenkarussell mit sich und seinen Gedanken, Gefühlen und Erwartungen. Es scheint als werden die Abstände immer kürzer zwischen den Punkten und die ersehnten Antworten immer gefragter. Man tut was man am besten kann: Musik auf Play und Gedanken schweifen lassen. Kopfkino deluxe mit intellektuellem Anspruch- Hurra, macht ein Fass auf, es darf wieder gefeiert werden! Worauf ich hinaus möchte weiß auch ich manchmal nicht, auch nicht wenn man wie ich in der Zwickmühle sitzt. Ich hab nicht geglaubt, dass ich mal das Gefühl haben werde weglaufen zu wollen, doch momentan verspüre ich das nur allzu stark. Dabei wäre es so einfach den Reset-Knopf drücken, Koffer unterm Arm und das berüchtigte Onewayticket. Doch stattdessen mal wieder den Ausbruch zu wagen, sitze ich im Karussell und mit weht der Wind um die Ohren. Doch irgendwann muss man auch hier aussteigen.

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