Tuesday, November 10, 2009

Tracks des Tages Vol.9



Happy Sesame Street!


Der ein oder andere wird es wahrscheinlich schon mitbekommen haben, dass ich ein Sesamstraßenkind bin und somit ein Jim Henson Fan. Denn die Muppets mag ich auch gern leiden. Da ich damit groß geworden bin und somit voraussetze, dass es jeder kennt, werde ich hier kurz das heutige 40-jährige Jubiläum der Sesamstraße huldigen.
Wen ich ja gar nicht mochte war Graf Zahl. Der kam immer mit seinem Blitz und Donner daher und fing an zu zählen. Ich hielt mir in dessen die Ohren zu und kniff die Augen zusammen. JA, ich hatte Angst vor diesem lila farbenden Etwas. Der war mir unheimlich, was auch meine noch heutige Mathephobie erklärt. Wesentlich mehr mochte ich Ernie und Bert. Böse Zungen behaupten ja sie seien nicht nur Roommates... Naja, lassen wir das mal dahin gestellt. Ernie, der Bert ewig mit seinen Fragen nervte und dieser eigentlich nur Tuba spielen wollte! Wenn man sich heute in seinem Umfeld so umschaut, findet man einige Ernie & Bert`s wieder. In der Schule sehe ich täglich welche. Unvergessen natürlich auch Grobi, Tiffi, Herr von Bödefeld oder Elmo. Ganz groß auch Cookiemonster, Oscar und Kermit natürlich. Hach, da möchte man nochmal Kind sein. Was ist schon ein Pikachu oder Spongebob gegen diese legendären Puppen? Kermit hat eigens einen Stern auf dem Walk-of-Fame. Muss man mehr sagen? Ich denke nicht. Ein Hoch auf die Sesame Street! :)

Thursday, November 05, 2009

Tracks des Tages Vol.8





A letter full of love.


" guten Morgen am 7ten Juli (1812)

schon im Bette drängen sich die Ideen zu Dir meine Unsterbliche Geliebte, hier und da freudig, dann wieder traurig. Vom Schicksaale abwartend, ob es unß erhört- leben kann ich entweder nur gantz mit Dir oder gar nicht, ja ich habe beschlossen in der Ferne so lange herum zu irren, bis ich in deine Arme fliegen kann, und mich ganz heimatlich bei Dir nennen kann, meine Seele von Dir umgeben ins Reich der Geister schicken kann- ja leider muß es sein- Du wirst Dich fassen um so mehr, da Du meine Treue gegen Dich kennst, nie eine andre kann mein Herz besizen, nie- nie- o Gott warum sich entfernen müßen, was man so liebt und doch ist mein Leben in Vien so wie jetzt ein kümmerliches Leben- Deine Liebe macht mich zum glücklichsten und zum unglücklichsten zugleich in meinen Jahren jetzt bedürfte ich einiger Einförmigkeit Gleichheit des Lebens- kann diese bei unserm Verhältniße bestehen?- Engel, eben erfahre ich, daß sie Post alle Tage abgeht- und ich muß daher schließen, damit du den Brief gleich erhälst- sei ruhig, nur durch Ruhiges Beschauen unsres Daseins können wir unsern Zweck zusammen zu leben erreicen- sei ruhig- liebe mich- heute- gestern- welche Sehnsucht mit Thränen nach Dir- Dir- Dir- mein Leben mein alles- leb wohl- o liebe mich fort- verkenn nie das treuste Herz Deines Geliebten L.
ewig dein
ewig mein
ewig unß"


Ludwig van Beethoven an die "Unsterbliche Geliebte", 1812

Sunday, November 01, 2009

In motion.


Da sitzt man nun, mit sich und dem Kaffee vor der Nase. Gleich daneben das Handy, parat zum Telefonieren. Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen man meint die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben und folglich den Kopf voller verrückter Gedanken hat, die unbedingt mitgeteilt werden möchten. Zumindest meint man das. Ich könnt mal wieder die gute Freundin anrufen, von der man Wochen bzw. Monate nichts gehört hat. So eine gute Freundin ist es... Wofür hat man denn eine Handyflatrate, dachte ich mir. Prompt wähle ich ihre Nummer. Doch schon während das Handy wählt wird mir bewusst, dass ich gar nicht mit ihr sprechen will. Geschweige denn ihr etwas erzählen. Unsere letzte Begegnung war im Sommer, schon da hatten wir unser übliches Portfolio schnell abgearbeitet: Arbeit, Schule, Familie, Freunde und Männer. Punkt. Das war es. Diese Abhandlung dauerte zusammengenommen 20 Minuten. Jeder hatte also 10 Minuten verbraucht. Wahnsinn, das schafft man nur innerhalb einer 10-jährigen Freundschaft oder in einer 25-jährigen Ehe. Kompliment. Ich fand es auch mühselig jede etwas kleinere Wichtigkeit zu erwähnen, die in den Monaten davor stattgefunden hat. Auch wenn sie für mich sehr elementar war und auch heute eventuell noch ist. Bei dieser besagten Freundin ist es auch so, dass man immer alles aus den letzten Wochen und Monaten, in einem Kaffeegespräch unterbringen muss damit man sein Soll erfüllt hat. Völlig unabhängig der Tatsache, das es auch zwischendurch nie ein Telefonat gegeben hat. Es ist die Situation die man mit seinem Chef hat, wenn man den Monatsbericht abgeben muss: kurz, knackig und bündig. Traurig, das es nach einer langjährigen Freundschaft nicht anders gehen kann. Aber wie oft hatten wir schon den Punkt an dem wir über unsere Freundschaft geredet haben, wie es weitergeht und weitergehen soll. Seit Jahren entwickeln sich unsere Leben in völlig verschiedene Richtungen, mal mit dem jeweils anderen, mal ohne ihn. Wahrscheinlich hält auch nur die Tatsache das es sich um eine so lange Freundschaft handelt, irgendwie zusammen. Manchmal finde ich es traurig, manchmal ist es mir fast egal. Das schlimme daran ist eigentlich, dass ich nicht die Worte finde um es anzusprechen und es gegebenenfalls zu lösen. Lohnt sich denn ein erneuter Kit in einer angeschlagenen Freundschaft, die seit Jahren vor sich hin tummelt? Ist es nicht manchmal besser los zu lassen?

Track des Tages Vol.7