
Ich bin ein verträumter Mensch und schwelge oft ab in eine andere Welt, in der sich wie von selbst Bilder und Szenarien kreieren, die nicht jeder sofort oder überhaupt nachvollziehen kann. Meine Assoziationsketten sind enorm lang und sehr verzettelt. Umso mehr freue ich mich, dass ich morgen und die kommenden Tage viel Zugfahren werde. Im Zug lässt es sich doch am besten träumen, der Blick aus dem Fenster auf die vorbei rauschenden Landschaften, Bahnhöfe und die verschiedensten Menschen inner- und außerhalb des Zuges, beflügeln doch die Phantasie. Es ist ein Urlaub vom Alltag, vom eigenen Dasein und dem immer präsenten Umfeld.
Wünsche, Hoffnungen, Ängste, Sehnsüchte, Extreme, Begierde alles vereint sich in einem Traum oder in einer Phantasie. Sie macht einem Angst oder Hoffnungen, manchmal hilft sie auch, Geschehenes besser zu verarbeiten. Träume spenden Trost und fügen Dinge zusammen, die in der Realität nicht vereinbar sind. Das schöne an manchen Träumen ist, dass man sie problemlos wiedergeben kann und sie den Tag bereichern und das Gemüt erheitern. Wenn ich also morgen wieder im Zug sitze mit Musik in den Ohren, verschwinden meine Gedanken wieder Richtung Tagtraum und es entstehen wieder Konstrukte, die mich beflügeln und mir gut tun.
Wie sagte Mark Twain einst: „Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.“
Bild: Fotocommunity.de
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