Tuesday, November 30, 2010

Fuck you.


Es gibt Tage da möchte man nichts anderes sagen, außer eben diese besagten Worte. Gestern war so ein Tag bei mir. Hier zwei Varianten des allseits beliebten "Fuck you":






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Sunday, November 14, 2010

Forget me not.

Was wäre wenn man eine unglückliche Liebe löschen könnte, mit all ihren schmerzhaften Erinnerungen? Wäre es ein Fluch oder ein Segen? Wäre es nicht einerseits sehr erleichternd, dass gemeinsame Lied hören zu können ohne dass sich das Herz zusammen zieht und die Erinnerungen vor unserem inneren Auge unter Tränen verschwimmt? Ist es nicht gesünder, wenn sich das riesige Loch im Herz schließen lässt ohne die lästige Floskel "Zeit heilt alle Wunden"? Wäre es nicht angenehmer an die Orte zurückzukehren, die man miteinander verbindet ohne flaues Gefühl im Magen? Wie wäre es wohl morgens aufzuwachen, mit dem Blick zur anderen Seite hin um festzustellen, dass die andere Betthälfte nicht mehr leer ist? Wäre es gut, zu vergessen wie sehr man geweint, gelitten und sich selbst verloren hat? Bringt es uns voran, dort weiterzumachen, wo wir vorher aufgehört haben?

Würde das gemeinsame Lied uns so sehr berühren, wenn wir es nicht mit dieser einen Liebe verbinden? Würde man diese eine Parkbank auf der man gemeinsam saß und des anderen Hand gehalten hat, jemals wieder so ansehen wenn diese Erinnerung nicht da wäre? Würden wir uns nicht leer fühlen ohne die Bilder und die Erinnerungen, auch wenn sie weh taten? Würde es das Gleiche sein, wieder an dem Punkt zu sein wie vorher? Wie würde es sein dieser einen Liebe zu begegnen, sie anzuschauen und nichts zu fühlen? Würden wir so sein, wie wir jetzt sind?

Le musique.


Heute ein musikalischer Tip, der zwar schon vielfach im Internet und auf Blogs zu finden ist aber dennoch momentan eine meiner Lieblingsplatten ist: Kings of Leon "Come around Sundown". Der Vorgänger "Only by the Night" ist schon 2 Jahre her und nun gibts endlich Nachschub. Ich liebe den Sound der Band und die herrlich schöne Stimme von Caleb Followill.
Das neue Album klingt ein wenig anders als der Vorgänger, hat aber die gleiche elektrisierende Wirkung wie zuvor und den unverkennbaren Stil der Band. Besonders "The End" hat es mir angetan, etwas melancholisch aber Zucker. Wie der Rest des Albums. Eine durchaus lohnende Investition!

Friday, November 12, 2010

These Words.


Menschen reden ihr lebenlang und erzählen viel. Es werden unzählig viele Worte gesprochen und manche davon haben eine so fundamentale Bedeutung, dass es einen sprichwörtlich umhaut. Am schlimmsten sind die, die schlechte Nachrichten überbringen. Nichts ahnend geht man seines Weges und bekommt mitgeteilt, dass jemand aus der Familie eine schwere Krankheit hat. Tage später ist es soweit, man weiß jetzt muss man Abschied nehmen und realisiert noch nicht mal ansatzweise was dort gerade vor sich geht. Es kommt manchmal aus dem Nichts und stellt alles auf den Kopf. Es ist schon eine Weile her, dass mich diese Art von Nachricht erreichte doch kommt es mir vor als wäre es gestern. Natürlich geht man weiter seines Weges, doch mit einem schalen Beigeschmack.

Beziehungen werden durch Worte begonnen und beendet. Im besten Falle. Welche Worte sind schöner als die, die die Liebe zu jemandem ausdrücken und das beschreiben was man für seinen Partner empfindet? Manchmal sind es auch Gesten, die Worte in gewissen Momenten überflüssig machen, aber selbst diese Gesten sind unausgesprochene Worte. "Ein Blick sagt mehr als tausend Worte" sagt man, aber auch hier sind es unausgesprochene Worte. Worte die eine Beziehung bereichern und auf eine andere Ebene bringen oder eine Beziehung beenden.
Es gibt Sätze und Worte, die das Leben komplett verändern. Es sind Sätze die bringen dich und dein Leben in völlig neue Dimensionen. Sie bereichern Beziehungen jeglicher Art und beflügeln das eigene Wesen. Sie animieren zu Höchstleistungen und tun unheimlich gut. Sie erfüllen uns im besten Fall. Oder sie bringen einen um den Verstand und enden in einem persönlichen Waterloo.

Die Macht der Worte, eine oft unterschätzte Macht. Mit Worten kann man fast alles ausdrücken und fast alles kaputt machen.


Picture by http://www.worte.at/evabeierheimer/projekte/worte/worte.html

Wednesday, November 10, 2010

Walking in the Winter Wonderland!


Irgendwann, ja irgendwann werde ich Silvester auf so einer Skihütte in verschneiten Bergen verbringen. Wie schön es wäre vor dem Kamin zu verweilen und stundenlang die Schneeflocken zu zählen, die vor dem Fenster herab schneien und das herumtollen im Schnee, mit anschließendem Saunagang. Schön wäre es. Ich mag den Winter, mit seiner klirrenden Kälte und seinem Schnee. Nur den Matsch danach und die Glätte, die mag ich nicht. Aber wer tut das schon...


Picture by pictokon.net

Tuesday, November 02, 2010

Über ehrliche Kontaktanzeigen.


Vor kurzem habe ich mit einer meiner lieben Freundinnen über vergangene Dates gesprochen und diese mit all ihren Kuriositäten Revue passieren lassen. Sicherlich war das ein oder andere davon auch ein Reinfall. Zunächst hat man sich irgendwo kennengelernt, man ist sich sympathisch, telefoniert und verabredet sich. So weit so gut. Doch dann schleicht sich unter Umständen der Fehlerteufel ein und macht die bis dahin aufgebaute Sympathie mit einem Schlag zu Nichte. Da wird dann auch schon mal aus einer kleinen Zahnlücke, ein unausweichliches Hindernis für alles bis dato noch nicht Geschehene. Wenn man doch manches vorher wüsste...

Inspiriert durch die Neon, die ich hin und wieder mal kaufe, habe ich mir mal spaßeshalber in Gedanken meine eigene Kontaktanzeige kreiert. In der Neon heißt diese Rubrik "Ehrliche Kontaktanzeigen", diese zeichnet sich dadurch aus, dass die Personen von ihren Macken berichten und diese hervorheben. Dort heißt es also nicht "Pimp my profil" sondern eher Hand auf´s Herz. Ich finde diese Art sich selbst zu präsentieren durchaus sympathisch, da es authentisch und ehrlich ist. Und Macken können ja auch etwas liebenswertes sein und sowieso geht der Trend ja wieder zu mehr Natürlichkeit. In meinem Falle würde es sich quasi wie folgt lesen:

"Ich kann: Gedankensprünge fabrizieren wie kein Anderer, schon am Anfang eines Liedes sagen,um welches es sich handelt, Sprüche klopfen, stundenlang philosophieren & Zuhören. Ich bin: nachtragend, sensibel, humorvoll, stur & dominant. Ich kann nicht: kochen, meine Kommentare für mich behalten, mein Kopfkino ausstellen und das girly-Girl sein. Das geht gar nicht: Typen, die mehr Weltschmerz in sich tragen als ich und folglich nicht wissen, was sie wollen und wer oder was sie sind.

Ich kann meine schlüpfrigen Witze nicht für mich behalten und habe einen sehr eigenen Sinn für Humor. Wenn du noch dabei bist über meinen Witz nachzudenken und ihn wohlmöglich nicht so witzig findest, bin ich schon in Kopf 100 Ecken weiter und rede von einem anderen Thema. Mein Humor wird als sehr sarkastisch und ironisch empfunden. Wenn ich Witze über hungernde Kinder mache, was "political not correct" ist, dann betone ich am Ende "Sie kennen es doch nicht anders" mit meinem charmanten Lächeln. Eben bei diesem wird dir meine Zahnlücke auffallen, durch die ich problemlos Spaghetti ziehen kann. Aber bevor ich mir dann schlechte Witze über Kieferorthopädie anhören darf, betone ich gerne, dass ich eine feste Zahnspange hatte, diese aber anscheinend nichts gebracht hat. Während du mich mit einer Mischung aus Erstaunen und Mitleid anschaust, kommentiere ich schon wieder das Geschehen um uns herum und fange mit einem meiner Lieblingsthemen an: Filme! An dieser Stelle befrage ich dich nach meinen Lieblingsfilmen und stelle im besten Falle fest, dass es auch deine sind. In der Filmdiskussion eröffne ich dir eine weitere Marotte von mir: Ich kann nicht ohne Platzreservierung ins Kino gehen, da ich es hasse auf dem Parkett zu sitzen. Natürlich mache ich auch Ausnahmen, aber generell habe ich in diesem Punkt eine Zwangsneurose. Und falls ich dich vor dem Kino von Zuhause abholen soll, tja da muss ich passen, denn ich habe weder ein Auto noch einen Führerschein, was sicherlich nicht an mangelnder Intelligenz liegt. Und auch wenn ich über meine Kindheit mit den ach so geliebten He-Man Figuren rede, du irritiert darüber bist, da ich doch weiblich bin und mit Puppen gespielt haben soll, so bin ich doch in Gedanken schon dabei mir zu überlegen in welcher Knallfarbe ich meine Nägel lackiere. Aber wenn ich dich mag, dann sauge ich jedes deiner Worte auf und hole dich vor dem Kino sogar von Zuhause ab, allerdings nur mit meinem Hollandrad, wo du dann auf dem Gepäckträger Platz nehmen darfst und ich mir mit dir im Kino den Film vom Parkett aus anschaue. Ja, du wirst dich wundern, denn für Überraschungen bin ich immer gut."

Es würde doch eigentlich so vieles leichter machen oder? ;)


Monday, November 01, 2010

Picture some leaves.



Im holden Tal, auf schneebedeckten Höhen
War stets dein Bild mir nah:
Ich sahs um mich in lichten Wolken wehen,
Im Herzen war mirs da.
Empfinde hier, wie mit allmächtgem Triebe
Ein Herz das andre zieht –
Und daß vergebens Liebe
Vor Liebe flieht.

J. W. von Goethe





Picture © by Yve.

Friday, August 13, 2010

Lebst du noch oder bloggst du schon?


Vor etwa 4 Jahren habe ich mich das erste Mal mit dem Thema "Blog" befasst, inspiriert durch eine Freundin, die damals anfing ihre Erlebnisse ins Netz zu stellen, habe ich mich schließlich auch auf das Experiment "Blog" eingelassen. Schon vor ein paar Jahren gab es eine Vielzahl von Blogs zu jedem erdenklichen Thema. Von Gartenarbeit bis Politik, über Mode und Gossip hin zu Strickblogs. Für jeden ist etwas dabei. Trotz meiner Leidenschaft für Mode, entschloss ich mich meinen Blog recht persönlich zu gestalten und nutze diese Plattform für mein Kopfallerlei. Angefangen mit recht kurzen Post´s über Belanglosigkeiten, entwickelte sich im Laufe der Jahre mein Blog für mich zu einer Art Ventil für meinen völligen Gedankenüberschuss. Dinge, die mich bewegen und die in meinem Kopf rotieren, wollen so weiterverarbeitet werden. Dabei sind auch schon fiktive Geschichten heraus gekommen, der ein oder andere hat auch dort ein gewissen Wahrheitsanteil vermutet, zu Recht natürlich. Und an der ein oder anderen Stelle mag auch etwas dran sein. Mir wurde auch schon des öfteren gesagt, dass einige der Texte düster und pessimistisch sind. In den Jahren in denen ich diese Art von Ventil nutze, durchlebte ich die verschiedensten Phasen, vom Jackpot bis zum leeren Portemainé kann man sagen. Ich schreibe mir viel von der Seele und wenn jemand sagt, ein Blog sei eine Art Tagebuch, so kann ich ihm getrost Recht geben. Obwohl der Blog schon lange besteht und auch viel Herz drin steckt, ist es doch so, dass nicht viele diesen Blog kennen. Wohl auch weil ich nicht sicher bin, ob mein Kopfallerlei viele interessiert und mir vielleicht auch die zündende Idee fehlt,wie ich diesen auf die virtuelle Welt loszulassen kann. Ein Blog ist in Zeiten des Web 2.0 fast schon Pflichtprogramm und es ist immer wieder ein Abenteuer, mir neue Blogs zu erkunden und zu verfolgen. Es ist ein bisschen wie ein Bummel über den Flohmarkt, mal entdeckt man Bekanntes und dann, wenn man fast schon nicht mehr damit rechnet, findet man einen seltenen Schatz. Eine Vielfalt wie an einem Obststand, voller Farben und Genuss.

Bild: www.ausmalbilder.de

Thursday, August 12, 2010

Raindrops are falling on my head.

Es ist August, es ist Sommer und es sieht aus wie Herbst. Zusätzlich habe ich noch frei quasi. Quasi weil ich eigentlich lernen müsste, stattdessen mache ich alles andere. Fenster putzen, Bücher sortieren, Staub putzen und diverse andere Sachen im Haushalt. Nebenher schweifen meine Gedanken ab und das Fernweh packt mich. Fernweh, obwohl ich gerade erst geflüchtet bin aus der Tristesse dieser Stadt hinein in das Treiben einer anderen großen Stadt. Berlin. Schmeckt so wie es sich anhört. Kunst, Kultur und Freigeister überall. Herrlich. Wieder hier in der Tristesse der eigenen Stadt, überkommt es einen wieder, das Fernweh. Wieder hier, hat man sofort unzählige Verpflichtungen im Kopf denen man allen nachgehen muss, schnell und konsequent. Was wünscht man sich mehr als zu flüchten? Es ist menschlich. Zusätzlich fühlt es sich an wie Herbst. Ich liebe den Herbst, aber im August haben möchte ich ihn nicht. Für die Art von süßer Melancholie ist es doch etwas zu früh. Selbst meine Kreativität hat Fernweh und fühlt sich beflügelt abzuschweifen und sich eine Auszeit zu gönnen. Etwas kurz und nicht ganz voller Wortvielfalt verabschiede ich mich für heute mit einem Lied:



Zitate



"Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße."

Franz Kafka

Friday, June 18, 2010

Ein kleines Stück vom Großen.

Befinden wir uns ab einem bestimmten Alter auf der Zielgeraden unserer eigenen Wünsche, dem eigenen Bestreben hinsichtlich zwischenmenschlicher Beziehungen? Böse Zungen sagen auch dazu "Torschlusspanik". Gut, ich bin Mitte-Dreiviertel Zwanzig, da kann es schon dazu kommen, dass es im Kopf herumspukt. Mit steigender Erfahrung, steigen auch die Erwartungen, logisch. Aber sehen wir das Glück, wenn es uns vor die Nase fällt? Sind wir schon so blind geworden, dass wir die kleinen Möglichkeiten völlig ignorieren um nur nach der einen großen Möglichkeit zu streben? Wo ist die Leichtigkeit hin mit der wir einst alles ausprobierten? Nur weil man älter geworden ist, muss es ja nicht heißen dass man nicht mehr ausprobieren kann. Gerade weil wir um Erfahrungen reicher sind, müssten wir ja umso besser wissen, was wir probieren wollen und können. Die Möglichkeiten sind doch eigentlich wesentlich unbegrenzter, abgesehen von dem was man schon probiert hat. Jedoch kalkulieren wir jede Möglichkeit wie die Finanzen und wägen ab, was kann, darf, muss und soll. Wir springen nicht einfach hinein in das Abenteuer, das für uns die Türen geöffnet hat. Nein, nicht ich. Ich schaue. Schaue einmal, zweimal und sogar ein drittes Mal. Vielleicht hab ich ja ein Haken an der Sache übersehen, bevor ich mich verrenne in dieser Sache und Zeit verschwende, lasse ich es. Schließlich soll man sicher sein bei seinen Entscheidungen, wenn nicht soll man es lassen. So besänftigt man den eigenen Gewissenskonflikt der sich abspielt. Wirft man jedoch mal einen Blick auf die andere Möglichkeit, die sich einem bietet, so sieht man dass es durchaus berechtigt ist zu kalkulieren und spekulieren, aber diese auch bei Zeiten über Bord werfen sollte. Denn ist dieser Ballast fort, bemerkt man doch die Leichtigkeit nach der man sucht. So stellt man fest, dass die kleine Möglichkeit die große erstmal in den Schatten stellt.
Die fruchtbarsten Ideen kommen mir beim Machen anderer Dinge, so auch die zu diesem Text. Es mag daran liegen, dass jeder der diesen Text liest, nachvollziehen kann was ich meine und in etwa erahnen kann, dass ich versuche auf diese Frage eine Antwort zu finden. Eine Antwort auf die Frage, warum wir keinen Blick mehr für die kleinen Chancen haben und nur nach der großen Chance suchen? Ist es die Angst seine Zeit mit Menschen zu verbringen, die man nicht auf den ersten Blick für die große Möglichkeit hält? Ist es die Befürchtung, Zeit damit zu vergeuden, aus diesen Menschen mehr zu machen als sie anfangs für einen sind? Könnte es sein, dass man befürchtet es könnte aus der kleinen Möglichkeit, die große werden auf die man so gar nicht vorbereitet ist? Was ist wenn der Mut und die Leichtigkeit plötzlich weg sind? Im Laufe der Zeit verkommt man immer mehr zum Gefühlsanalytiker, der nie aufhört alles bis ins kleinste Mark zu interpretieren, abzuwägen und zu analysieren. Und während man so fleißig damit beschäftigt ist, ist die kleine Möglichkeit, die eine große werden könnte, zu analysieren, ist diese dabei gar keine mehr zu werden.

Friday, June 11, 2010

In mind.

"Denken ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis."

Oscar Wilde.

Friday, May 28, 2010

Dream a little dream of me.

Ich träumte einst, ich könne fliegen und die Welt umkreisen. Träumte, ich sei flink wie der tasmanische Teufel. Stark wie ein Superheld und mutig wie ein Löwe. Dinge erscheinen im Traum so einfach und leicht, dass man sie sofort ohne zu zögern umsetzen kann. Ängste die man hat, verfliegen im Nu und waren eigentlich auch nie da. Im Traum ist man zu allem bereit und alles ist möglich. Es gibt kein wenn und aber, da von vorne herein alles absolut richtig ist und sein wird. Zweifel werden in Sekunden weggewischt und treten auch nicht mehr auf. Die Hand an einem Luftballon und der Wind trägt dich davon. Du schwebst über deine Möglichkeiten in der Realität einfach hinweg. Du bist der Held deines Traums. Du versetzt Berge und baust Luftschlösser, die dir so real vorkommen, dass du nie wieder aufwachen möchtest. Du spazierst durch Feuer und sitzt auf dem Wasser. Nichts ist unmöglich und nichts ist absurd. Du sprichst mit Tieren und wohnst auf Bäumen. Die Welt ist Lichtjahre entfernt und dein Körper losgelöst. Zuckerwatte wächst in deinem Garten und gleichzeitig regnet es Asche vom Himmel herab. Es ist deine Welt. Deine Geschichte. Du kannst alles erreichen und alles verlieren. Dir begegnen Menschen, die du liebst, die du hasst und die du nie kennen wirst. Dir begegnen Menschen, die du verloren hast, die gegangen sind und die nie da waren. Es ist wunderbar. Es ist schön. Es ist grausam. Es tut weh. Sekundenschnell wechseln die Szenarien, die doch so logisch miteinander verknüpft sind. Du siehst Dinge passieren, die du mit einem Wimpernschlag abwehren kannst oder bis zur Erschöpfung auskosten kannst. Du bist im Einklang mit deiner Angst und deinen Befürchtungen. Ihr umarmt einander und schwebt gemeinsam mit dem Luftballon durch deine Geschichte. Eine Geschichte, wie sie das Leben nie schreiben wird. Gefühle, so dicht beieinander dass du es nicht aushalten würdest. Kälte und Wärme, die dir den Verstand vernebeln würden. Entscheidungen, die du nie treffen würdest. Es sind Geschichten, die dein Herz bewegen und dir den Weg zeigen. So absurd sie manchmal sein mögen.

Tuesday, May 25, 2010

Dann kamst du. Einfach so.

Es sind die schönen Tage, die es einem am schwersten machen. Der Himmel leuchtet so unverschämt blau und die Sonne lacht dir fies ins Gesicht. Alle Welt ist auf den Beinen und nutzt ihn, diesen traumhaft schönen Tag. Es riecht nach Sommer. Idealerweise ist man verabredet und freut sich auf den Kaffee in der Sonne, in dem hübschen Cafe, wo an diesem Tag die halbe Stadt vorbei flaniert. Es ist einer der Tage, der keine grauen und trüben Gedanken zu lässt. Dafür fehlt einfach der Raum. Es passt auch nicht zu diesem Bilderbuch-Tag. Man steht morgens auf, der Tag lacht dir ins Gesicht und du möchtest ihn anspucken und ihm auf´s Maul hauen. Das wäre garantiert kein Bestseller. Es ist bedauernswert und bei anderen Menschen würde man den Kopf schütteln und irgendwelche Floskeln zum Besten geben. Doch ehe man über sich nachdenkt, schleichst du dich wieder heran und erwischt mich eiskalt. Wie so oft in den unmöglichsten Momenten. An der Kinokasse, beim Zähneputzen, beim Lesen ja sogar beim Busfahren. Ich rechne schon mit dir, aber manchmal machst du es mir leicht und gönnst mir Ruhe und Zeit. Tage an denen ich Hoffnung schöpfe, dass sich dieser Mantel von Schwere abstreifen lässt. Es ist das größte wenn es sogar funktioniert. Ja, manchmal kriegst du mich nicht und doch warst du die ganze Zeit da.
Ich sehe dich vor mir, wie ich dich anschreie und dich bitte, mich in Ruhe zu lassen und gleichzeitig liegt etwas flehendes in meinem Blick, der dir sagen soll, dass du nicht gehen sollst. Es soll doch nur alles gut werden. Mit dir. Mit uns. Die Geschichte wurde vor dem finalen Kapitel beendet. Die Fans warten auf das Ende. Das Ende hast du mir vorweg und den Stift mir aus der Hand genommen. Du bist gegangen, ohne dich umzudrehen. Ohne Worte. Ich sitze immer noch an dem finalen Kapitel, dass ich nicht fertig schreiben kann. Du hast den Stift. Du bist immer da und gibst ihn mir nicht. Egal, was ich tue und mache. Diese Geschichte hat kein Happy End, das weiß ich nur allzu gut. Auch wenn ich will, dass sie gut endet so heißt es nicht, dass sie gut enden wird.
Selbst jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe bist du da und schaust mir über die Schulter. Ich sehe dich an und sehe uns, wie wir waren und wie wir nie sein werden. Ich sehe dich, wie du bist und wie du warst und wie ich dich sehen will. Du lachst mich an und legst mir den Mantel um die Schultern. Dann nimmst du mir den Stift aus der Hand und gehst, ohne dich noch einmal umzudrehen.

Sunday, April 04, 2010

Off to berlin.



Ich freu mich, morgen gehts in meine Lieblingsstadt Berlin! Da freu ich mich soooo dolle drauf! Das wollte ich hier mal kundtun und Neid hervorrufen bei denen, die hier bleiben! :) Frohe Ostern!

Foto: © by Yve

Thursday, April 01, 2010

What a day for a daydream



Ich bin ein verträumter Mensch und schwelge oft ab in eine andere Welt, in der sich wie von selbst Bilder und Szenarien kreieren, die nicht jeder sofort oder überhaupt nachvollziehen kann. Meine Assoziationsketten sind enorm lang und sehr verzettelt. Umso mehr freue ich mich, dass ich morgen und die kommenden Tage viel Zugfahren werde. Im Zug lässt es sich doch am besten träumen, der Blick aus dem Fenster auf die vorbei rauschenden Landschaften, Bahnhöfe und die verschiedensten Menschen inner- und außerhalb des Zuges, beflügeln doch die Phantasie. Es ist ein Urlaub vom Alltag, vom eigenen Dasein und dem immer präsenten Umfeld.

Wünsche, Hoffnungen, Ängste, Sehnsüchte, Extreme, Begierde alles vereint sich in einem Traum oder in einer Phantasie. Sie macht einem Angst oder Hoffnungen, manchmal hilft sie auch, Geschehenes besser zu verarbeiten. Träume spenden Trost und fügen Dinge zusammen, die in der Realität nicht vereinbar sind. Das schöne an manchen Träumen ist, dass man sie problemlos wiedergeben kann und sie den Tag bereichern und das Gemüt erheitern. Wenn ich also morgen wieder im Zug sitze mit Musik in den Ohren, verschwinden meine Gedanken wieder Richtung Tagtraum und es entstehen wieder Konstrukte, die mich beflügeln und mir gut tun.

Wie sagte Mark Twain einst: „Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.“

Bild: Fotocommunity.de

Tuesday, January 12, 2010

Blue My Mind


Das Jahr ist noch nicht allzu alt und die vorgenommen Dinge immer noch nicht in die Tat umgesetzt, da bahnt sich schon Neues an. Zwar nicht allzu Neues, aber immerhin. Das Fernweh macht sich breit und Zukunftspläne werden geschmiedet, man fühlt sich wieder wie das zarte Mädchen, dass nach der abgesessenen Schulzeit zu neuen Ufern aufbrechen will. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual und es entstehen erneut die Fragen, die die Welt und mein Gehirn bewegen: Was will ich? Wohin will ich? Wie will ich es machen? Das sind in der letzten Zeit die Dinge die in meinem Kopf herumirren.
Mein Traum war immer in eine Großstadt (Berlin) zu ziehen und dort mein Dasein fristen (studieren). Doch es wäre auch toll erst wieder ein wenig zu arbeiten und die große weite Welt zu bereisen, um im Anschluss voller Elan ins Studium zu starten. Naja, der Klassiker nach dem Abi eigentlich, aber wenn ich mein zartes Alter von 26 bedenke dann wird mir ein wenig anders. Schaue ich mir mein Umfeld an oder besser gesagt Bekannte von damals und heute, so wird an allen Ecken geheiratet, das erste Kind bekommen, das Haus bezogen und das Studium beendet. Was mich natürlich freut für diejenigen, aber die imaginäre Messlatte hochlegt. Auch wenn ich an diesem Wettbewerb nicht offensichtlich beteiligt bin, so messe ich meine Erfolge mit deren. Vorzuweisen hat man einiges und das Wagnis wieder die Schulbank zu drücken, machte sich auch an diversen Stellen bemerkbar. Und doch ist der Wunsch nach Festigkeit wieder gewachsen in der Zeit. Einen guten Job, eine vernünftige Grundlage um sich "wieder" etwas aufzubauen. Etwas langfristiges. Es mag jetzt für den ein oder anderen etwas albern klingen, aber wir werden auch nicht jünger.
Da ich in einem guten 3/4 Jahr wieder die Qual der Wahl habe, beschäftigt mich das alles sehr derzeit. Denn einen weiteren Ausbruch und Neuanfang wird es nach dem letzten so schnell nicht wieder geben.

Friday, January 01, 2010

Let`get it on


Welcome neues Jahrzehnt! Eine Tatsache die mir irgendwie fast entfallen wäre muss ich gestehen. Das ist mir gestern Abend erst richtig bewusst geworden. Eine Dekade des Erwachsenenwerdens oder zumindest eine Dekade des Versuches. 10 Jahre in denen sehr viel passiert ist, auch wenn nicht alles Eierkuchen war, es waren tolle 10 Jahre. So, nun aber genug mit Erinnerungsfloskeln and we say "Hello to a new decade"!
Das neue Jahr begann für mich sehr, naja sagen wir einfach mal amüsant! Der völlig verplante Countdownversuch, mit gefühlten 5 Minuten minus, wurde durch eine herabfallende Rakete auf unseren Köpfen abrupt beendet, gefolgt von der Proseccoflasche die sich nicht öffnen ließ und letztlich dem Bleigießen, bei dem ich das Vergnügen hatte eine Sichel zu kreieren. Da kommt wahrlich in den ersten 30 Minuten des neuen Jahres Freude auf! ;)
Mit diesem aussagekräftigen Symbol hab ich mich vorhin mal mit meinem Freund Google zu einer vernünftigen Deutung hinreißen lassen, nachdem die ersten Deutungsversuche heute Nacht lediglich eins hießen: Tod! Ganz klar. Mein unnützes Halbwissen verriet mir aber auch sofort, dass der Tod für Veränderung steht und nicht nur negativ behaftet ist. Man redet sich auch alles schön in Momenten der Verzweiflung. Dank Google fand ich jedoch folgende Deutung:

"Sichel
Sie sollten sich auch für kleine Erfolge mehr anstrengen.
Arbeiten Sie mit einer, verspricht das einen kleinen Gewinn.
Die Sichel kann auch Lebensangst zeigen, die Sie überwinden müssen."

Bäääm! Da haben wir sie. Die Deutung der Sichel. Normalerweise ist es ja eine lustige Angelegenheit dieses Bleigießen und ich bin nicht unbedingt die Person, die viel Wert auf solche Dinge legt. In diesem Fall jedoch war das ein so eindeutiges Symbol, das hat mich doch noch bis jetzt beschäftigt. Darüberhinaus habe ich mich heute nochmal astrologisch berieseln lassen und mein Jahreshoroskop gelesen:

"Stier (21.4.-20.5.)
Bingo! Der Stier erlebt "ein Erfolgsjahr" (Elle), er ist 2010 "Darling der Sterne" (Maxi). Schon der Januar verspricht "viel Lust und viel Seele" (Maxi), und auch später vergeht "kein Monat ohne Venus-Einfluss" (BILD). Kleiner Wermutstropfen: Stiere haben im Mai leider kein so "gutes Körpergefühl" (Madame) – aber das stört offenbar nicht ihre "neu erwachende Sinnlichkeit" (wieder Madame). Tipp: Um diesen Glücks-Stress zu verpacken, all die "Handküsse, Knutschflecke und Liebesbriefe" (Petra), sollten Stiere ab und zu "ein Stündchen Yoga" machen (Maxi)".

Na dann mal Prosit Neujahr! ;)

Track des Tages Vol.11

"Traditionell" beginne ich das Jahr mal mit der Fortführung der Tracks des Tages: