Wednesday, September 19, 2007

Storytellin` Part 1: "A long Way down"


So nu auch mal wieder ein Post, und das wird auch Zeit nach fast einem Jahr! Es ist viel passiert, die letzten Monate, aber es wäre zuviel, um alles aufeinmal hier zu texten! Aber fürs erste eine Geschichte von mir! Denn soviel kann gesagt werden: Ich habe das Schreiben wieder für mich entdeckt! :) Also hier einer der literarischen Ergüsse meinerseits!

A long Way down

"Welch Ausblick,nichts als endlose Weite!" sagte Johnanna laut! Sie streckte die Arme aus, als wollte sie dieses Panorama einfangen. Die Sonne schien unerbittlich heiß. Durst und Hunger vermischten sich mit Übelkeit. Die Wasserflasche war in ihrer Tasche mehr als warm geworden. Essen hatte sie keines dabei. Johanna leerte die Flasche in einem Zug. Steckte sie zurück in ihre Tasche, und widmete sich wieder dem Ausblick. Stundenlang mußte sie bis hier hin laufen, immer nur bergauf. Johanna war erschöpft. Doch war es nicht das Laufen, was an ihr zerrte, es waren die ständigen Auseinandersetztungen mit sich selbst.
"Meinst du wir schaffen es schneller wieder unten zusein? Nicht das wir solange brauchen wie beim Aufstieg!" fragend schaute Johanna weiter in die Ferne, "und Wasser haben wir auch keines mehr."
Die Hitze wurde immer unerträglicher, und kurzentschlossen zog sie ihr Shirt aus. Johanna sah an sich herunter, weder erfeut noch deprimiert über das was sie sah. Es war ihr egal. Wie so vieles. "Ich glaube ich hätte nochmal mit Steffi reden sollen. Ich meine vielleicht hätten wir ja einen gemeinsamen Nenner gefunden. Jeder hat sein eigenes Leben mittlerweile,aber deswegen muß man ja nicht gleich eine Freundschaft die jahrelang hielt über Bord werfen,oder? Klar viel zu sagen gabs nicht mehr, aber wir haben uns auch selten gesehen." Nahezu übermütig ging sie Richtung Abgrund. "Gut das hier eine kleine Mauer, oder was es darstellt, ist." Sie setzte sich auf die Mauer, und sah um sich. Außer ihr war niemand auf dem Aussichtspunkt. "Hab ich dir eigentlich irgendwann mal die Geschichte von dem singenden Pandabären erzählt, die mir mein Opa als Kind immer erzählte?! Ich hab ihn immer angebettelt mir mehr von dem Panda zu erzählen. Das war für mich schöner als Weihnachten. Deswegen bin ich immer so gerne und oft bei meinen Großeltern gewesen. Das war mein Zuhause, gott hab ich mich wohlgefühlt. Wie gerne möchte ich noch einmal die Geschichte von dem Panda hören. Meinst du das könnte irgendwie hinhauen?" Fast überzeugt von dem Gedanken, breitete sich ein Gefühl von Zufriedenheit in ihr aus. Das erste mal seit langem wieder. "Wir könnten ihn ja mal besuchen gehen, dann kann ich mal gucken wie es Opa geht!" Sie lächelte und schloss die Augen. Vor ihr lagen meilenweit nur Berge, dazwischen ein riesiger See und viel Grün. Ein optimales Postkartenmotiv. Johanna wippte mit den Beinen hin und her. "Glaubst du wir werden noch öfter solche Momente haben? Auch wenn wir nicht hier sind?" In denen man einfach zufrieden ist, wo man nichts im Kopf hat, keinen Gedanken, keine Emotionen, einfach nichts. Angenehme Leere. Sie wusste das so ein Moment nicht schnell wieder kommen würde. Wo sind sie hin die unbeschwerten Augenblicke des Lebens? Johanna wurde ungeduldig, " Erinnerst du dich noch an unsere erste Begegnung? Man war ich nervös, aber ich mochte dich auf Anhieb." Fast wurde sie ein bisschen rot, und verlegen zu gleich. Da war es wieder dieses Kribbeln. Sie legte den Kopf in den Nacken und sah in den blauen Himmel. "Keine einzige Wolke in Sicht. Ist das ein gutes Zeichen?" In ihr wurde es unruhig, sie merkte das sie immer hibbeliger wurde. War es das Kribbeln was sie verunsicherte, oder war es immer noch die Angst die sie beunruhigte? Angst nicht ehrlich zu sich selbst zusein, Angst Dinge falsch zu verstehen, und folglich falsch zu handeln. "Du bist ein toller Mensch, weißt du das?" Johanna stand auf, und lief das kurze Mauerstück auf und ab. Sie begann zu hüpfen. "Wieso muß immer alles kompliziert sein? Egal was ich mache, es zieht immer ein Chaos nach sich! Selbst wenn das Chaos nur in meinem Kopf ist. Ist das bei dir auch so?" Johanna bleib stehen, drehte sich um, starrte umher, wo immer noch nur sie alleine war. Ihr fiel auf wie groß der Aussichtspunkt überhaupt war. Etwas weiter weg stand eine kleine Holzhütte. "Es ergibt alles keinen Sinn. Ich nicht, du nicht, wir nicht. Ein trauriger Pfad." Sie wandte sich wieder dem großartigem Panorama zu. Immer noch ging sie auf und ab auf der Mauer. "Glaubst du das ich einmal ein glücklicher und zufriedener Mensch sein werde?", ihre Stimme zitterte. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Johanna breitete die Arme aus um Balance zu halten, Tränen liefen über ihr Gesicht. "Es kann doch nicht so schwer sein,oder?" Für einen kurzen Augenblick hielt sie inne. Sie guckte in den Himmel, schloß die Augen und ließ sich fallen! In der Hoffnung das sie Antworten bekommt, den Halt den sie sich wünscht und wenn sie Glück hat bekommt sie die Geschichte von dem Panda zu hören.



die Yve

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