Monday, January 09, 2012

Me, myself and I.

'Sein oder nicht Sein'. Ja, das ist wahrlich eine gute Frage. Manche sind es, viele haben es, andere suchen es und manch einer findet es nie wirklich. Die ewige Suche nach dem eigenen Ich. Umgangssprachlich kann man auch schlicht 'Charakter' sagen. Kennt man es nicht selbst aus pubertären Zeiten? Alle Freundinnen tragen die tollen total angesagten Docs ( ja, sie erleben heute ihr Revival! ) und zack, mussten für einen selbst auch welche her. Dann gab es schon immer die Pferde-Mädchen, die brav am Wochenende von Papi zum Reiterhof gekarrt wurden und zack, saß man selbst auf so einem Gaul und stellte fest: Näääh, nicht meins. Irgendwann aber, es muss Jahre später gewesen sein, findet man heraus, dass all die Versuche sich anzupassen nichts bringen. Man ist wie man ist und früh erkennbare Züge in der Kindheit bewahrheiten sich langsam aber sicher.

So saß man noch zu Sandkasten-Zeiten zwischen all den Jungs und buhlte nicht um ihre Aufmerksamkeit, nein, man wollte einfach zeigen, dass die eigenen He-Man Actionfiguren viel besser waren als ihre. Ebenso die viel bessere, größere und viel tollere Stadt aus Lego oder Playmobil, die eigens definierte Urbanisierung Anno 1980-er. Was ein Fest! Mein kleines Mädchenherz erfreute sich so sehr daran. Von den anderen kleinen Mädchen sah ich nicht viel. Puppen, Glitzer und Ponys – sorry, nicht meine Welt. Da half auch nicht der ein oder andere Versuch.

Zu sich selbst zu finden bzw. einen eigenen Charakter herauszubilden ist für manch Person scheinbar ein Akt der Verzweiflung. Wirft man einfach mal einen Blick auf die aktuelle Mode bspw., so wird man feststellen, dass sich der sogenannte 'Nerd'-Trend seit Monaten konstant in den Top 5 hält. Waren doch die 'Nerds' früher die, die ständig gehänselt, ausgelacht und schikaniert wurden, so sind es heute Idealtypen die es nachzueifern gilt. Ja, 'Nerds' dieser Welt vereinigt euch, denn tausende Hipster-Mädchen & Jungs tragen zu eurem Gedenken die Joko-Winterscheid-Gedächtnis-Brille inklusive Frisur! Passend zu diesem uniformen Look gilt es, den völlig übergesehenen Jutebeutel parat zu haben und sich Nahrungstechnisch auf dem Level 0 zu bewegen, damit die androgyne Linie nicht gefährdet wird. Schwupps noch ein alter 'Granny- Sweater' aus Oma´s Schrank, die zerrissene Strumpfhose, gekürzte Jeansshorts an und der ultracoole Blick aufgesetzt. Auf dem iPod laufen dazugehörig auch nur Indie-Bands, die so hip sind, dass sie keine Sau kennt und weil es ja doch nicht ganz ohne Mainstream geht, kommt noch ein wenig Lana del Rey hinzu, der Justin Bieber der Hipster Szene. Et voilà – fertig ist der moderne 'Nerd-Hipster'- Whatever Typus. Ja, 'Anders-sein' ist Mode.

Doch das dieses 'Anders-sein' sich nicht auf Äußerlichkeiten bezieht, sondern auf den Charakter, bedenken nicht viele. Die 'Nerds', ich mag das Wort per se nicht, waren schon damals sehr coole Persönlichkeiten, die nicht die gleichen Interessen hatten wie eben der Großteil der Masse, sondern eben auf Star Wars standen und mit ihrem Atari oder Super Nintendo gezockt haben, anstatt sich um irgendwelche Pferde-Mädchen zu bemühen, von denen sie eh nie einen Blick bekommen hätten. Und wenn man dann mal mit einem dieser 'Nerds' geredet hat, so stellte man fest, dass es eben unheimlich witzige Charaktere waren, mit ein paar anderen Interessen eben. Ja, und heute sind es die beliebten Pferde-Mädchen und Fußball-Jungs, die fast schon angestrengt versuchen eben diesen 'Nerd' von einst nachzueifern. Was nicht nur komisch aussieht, sondern auch noch zu tiefst beleidigend ist für all die 'Nerds' auf dem Planeten.

Einfach mal ein Plädoyer auf den eigenen Charakter halten, sein wie man ist und nicht krampfhaft versuchen jemand anderes sein zu wollen! Verschwendete Lebensenergie und null authentisch. Jeder Mensch hat Macken und Dinge, die ihn definieren und einzigartig machen. Also wozu bei anderen bedienen? Ich bin auch kein Glitzer-Pferde-Mädchen, nein. Ebenso wenig bin ich das blonde Model mit den perfekten Maßen und dem Everybody´s Darling Lächeln, no way. Werde und will ich nie sein. Und ja, auch meine Eigenheiten gehen mir auf den Sack, aber so bin ich eben und das akzeptiere ich. Alles was mich stört, ändere ich eben oder bin zumindest bereit es zu versuchen. Also liebe Pferde-Mädchen, Fußball-Jungs und solche die es sind, es sich aber nicht eingestehen wollen: Seid einfach ihr selbst! Und wer ein Problem mit euch hat: Who cares?!

Thursday, January 05, 2012

Show must go on.

Ein neues Jahr ist angebrochen und ein paar Tage alt. An sich nichts, worüber es sich lohnt zu schreiben. Ich habe mal angefangen einen Jahresrückblick zu verfassen mit persönlichen Highlights meines verrückten Daseins, hatte jedoch keine weiteren Ambitionen mehr diesen fortzuführen. Und ich dachte mir an dieser Stelle, ich sollte einfach die ein oder andere Anekdote zwischendurch aufgreifen und zum Besten geben. Darüber hinaus hat der Silvesterabend gezeigt, dass manche Dinge einfach nicht mehr zu kitten sind und an denen sollte man seine Energie nicht verschwenden, sondern sollte sie in neue Dinge und Erfahrungen stecken. Und nein, ich meine nicht das Thema 'Liebe'...

Ich beginne das Jahr mit alten Erkenntnissen und neugewonnenen Ideen. Mit Mut und Willen, mit Beharrlichkeit und Ruhe. Warum aufregen über die Fakes um einen herum? Nevermind. Dieses Jahr werden neue Ziele bereist, alte Pläne umgesetzt und neue geschmiedet. Wir werden lachen, weinen, philosophieren, streiten, diskutieren, feiern, trinken und so leben als gäbe es den Morgen nicht! Und nein, das sind keine Vorsätze sondern vielmehr das, was wir eben schon in den vergangenen 365 Tagen gemacht haben! Und um all diese Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren, was sehr schwer sein könnte, werde ich ab und an darüber berichten. Hebt die Gläser, Freunde...

Cheers!