Sunday, December 04, 2011
Wonder where we are going...
Manchmal fühlt sich ein Tag an wie ein Jahr und eine Nacht wie Monate. Zeit ist relativ, wohl wahr. Man misst die Zeit immer an dem was passiert und einem widerfährt. So werden Menschen mitsamt den dazugehörigen Ereignissen zu Epochen in unserem Leben, die uns beschäftigen und mitreissen. Die uns berühren und uns mitnehmen. Ist das Herz erst einmal berührt, vergisst es nicht so einfach. Das Herz vergisst die Freuden und Qualen nicht. Sucht es sich erst einmal einen neuen 'Freund' aus, dem es sich anvertrauen möchte, wird es schwer für das Herz sich wieder von eben diesem zu trennen. An dieser Stelle kommt eine Phrase ins Spiel, die sehr abgedroschen klingt, aber irgendwie auch immer wahr ist und bleiben wird: Zeit heilt alle Wunden. In der Tat tut die werte Zeit das. Aber was ist schon Zeit? Muss man nach einem bestimmten Konsens innerhalb von Wochen oder gar Monaten geheilt sein und gar darüber hinweg sein, dass der Herzensfreund nicht mehr da ist? Ist es nicht das eigene Ermessen und Empfinden, dass mir im Laufe eben dieser Zeit sagt, 'Hey, es ist ok.', egal wie lange es dauert? Was passiert wenn es sehr lange dauert, ehe man wieder Vertrauen findet? Ist man dann wirr oder gar hängengeblieben? Ist es nicht vielmehr die Angst oder gar Zweifel, die uns auch lange nach dem Herzensfreund begleiten? Die uns im Weg stehen und verbissen werden lassen, uns Dinge tun lassen die wir vielleicht nie dachten zu tun?! Und ist es nicht wahnsinnig einfach an dieser Stelle zu sagen, dass es eben diese beiden Aspekte sind auf die wir alles schieben? Fakt ist doch eher, dass wir uns selbst im Weg stehen und es uns selbst am schwersten machen. Nicht Angst oder Zweifel, nein, die zwei sind lediglich Randerscheinungen, die wir zu sehr Macht über uns gewinnen lassen. Es sind unsere erlebten Empfindungen, die uns immer wieder daran erinnern gelitten, geweint oder geliebt zu haben. Und alles zum gleichen Zeitpunkt vielleicht sogar. Jedoch wird es irgendwann Zeit, da ist Sie wieder die Zeit, sich los zu lösen und fortzufahren. Es wird ein Prozess, der bis zum letzten Atemzug dauert. Beziehungen und Freundschaften pflegen bedeutet auch, sich selbst ein guter Partner und Freund zu sein. Die schwerste und intensivste Bindung im Leben haben wir mit uns selbst. Mit niemand anderen. Mit Unzufriedenheit, Unsicherheit und eben all diese Killer der positiven Lebensenergie kämpfen und hadern wir ein Leben lang. Mal mehr, mal weniger. Und ein Herzensfreund kann uns in dieser einen Epoche, die nur ihm und unserem Herzen gehört, zur Seite stehen und uns begleiten. Er kann unsere Hand nehmen und sie halten, uns einen Schubs geben oder uns zeigen, dass wir noch einen langen Weg haben. Ob wir seine Hand nehmen, uns schubsen lassen oder uns aufzeigen lassen, dass es noch nicht so weit ist - das liegt alleine an uns selbst. Nur an uns und unserem Herzen.
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