Tuesday, November 30, 2010

Fuck you.


Es gibt Tage da möchte man nichts anderes sagen, außer eben diese besagten Worte. Gestern war so ein Tag bei mir. Hier zwei Varianten des allseits beliebten "Fuck you":






Picture by communityneu.klz.apa.net/. ../fuck-you.small.jpg


Sunday, November 14, 2010

Forget me not.

Was wäre wenn man eine unglückliche Liebe löschen könnte, mit all ihren schmerzhaften Erinnerungen? Wäre es ein Fluch oder ein Segen? Wäre es nicht einerseits sehr erleichternd, dass gemeinsame Lied hören zu können ohne dass sich das Herz zusammen zieht und die Erinnerungen vor unserem inneren Auge unter Tränen verschwimmt? Ist es nicht gesünder, wenn sich das riesige Loch im Herz schließen lässt ohne die lästige Floskel "Zeit heilt alle Wunden"? Wäre es nicht angenehmer an die Orte zurückzukehren, die man miteinander verbindet ohne flaues Gefühl im Magen? Wie wäre es wohl morgens aufzuwachen, mit dem Blick zur anderen Seite hin um festzustellen, dass die andere Betthälfte nicht mehr leer ist? Wäre es gut, zu vergessen wie sehr man geweint, gelitten und sich selbst verloren hat? Bringt es uns voran, dort weiterzumachen, wo wir vorher aufgehört haben?

Würde das gemeinsame Lied uns so sehr berühren, wenn wir es nicht mit dieser einen Liebe verbinden? Würde man diese eine Parkbank auf der man gemeinsam saß und des anderen Hand gehalten hat, jemals wieder so ansehen wenn diese Erinnerung nicht da wäre? Würden wir uns nicht leer fühlen ohne die Bilder und die Erinnerungen, auch wenn sie weh taten? Würde es das Gleiche sein, wieder an dem Punkt zu sein wie vorher? Wie würde es sein dieser einen Liebe zu begegnen, sie anzuschauen und nichts zu fühlen? Würden wir so sein, wie wir jetzt sind?

Le musique.


Heute ein musikalischer Tip, der zwar schon vielfach im Internet und auf Blogs zu finden ist aber dennoch momentan eine meiner Lieblingsplatten ist: Kings of Leon "Come around Sundown". Der Vorgänger "Only by the Night" ist schon 2 Jahre her und nun gibts endlich Nachschub. Ich liebe den Sound der Band und die herrlich schöne Stimme von Caleb Followill.
Das neue Album klingt ein wenig anders als der Vorgänger, hat aber die gleiche elektrisierende Wirkung wie zuvor und den unverkennbaren Stil der Band. Besonders "The End" hat es mir angetan, etwas melancholisch aber Zucker. Wie der Rest des Albums. Eine durchaus lohnende Investition!

Friday, November 12, 2010

These Words.


Menschen reden ihr lebenlang und erzählen viel. Es werden unzählig viele Worte gesprochen und manche davon haben eine so fundamentale Bedeutung, dass es einen sprichwörtlich umhaut. Am schlimmsten sind die, die schlechte Nachrichten überbringen. Nichts ahnend geht man seines Weges und bekommt mitgeteilt, dass jemand aus der Familie eine schwere Krankheit hat. Tage später ist es soweit, man weiß jetzt muss man Abschied nehmen und realisiert noch nicht mal ansatzweise was dort gerade vor sich geht. Es kommt manchmal aus dem Nichts und stellt alles auf den Kopf. Es ist schon eine Weile her, dass mich diese Art von Nachricht erreichte doch kommt es mir vor als wäre es gestern. Natürlich geht man weiter seines Weges, doch mit einem schalen Beigeschmack.

Beziehungen werden durch Worte begonnen und beendet. Im besten Falle. Welche Worte sind schöner als die, die die Liebe zu jemandem ausdrücken und das beschreiben was man für seinen Partner empfindet? Manchmal sind es auch Gesten, die Worte in gewissen Momenten überflüssig machen, aber selbst diese Gesten sind unausgesprochene Worte. "Ein Blick sagt mehr als tausend Worte" sagt man, aber auch hier sind es unausgesprochene Worte. Worte die eine Beziehung bereichern und auf eine andere Ebene bringen oder eine Beziehung beenden.
Es gibt Sätze und Worte, die das Leben komplett verändern. Es sind Sätze die bringen dich und dein Leben in völlig neue Dimensionen. Sie bereichern Beziehungen jeglicher Art und beflügeln das eigene Wesen. Sie animieren zu Höchstleistungen und tun unheimlich gut. Sie erfüllen uns im besten Fall. Oder sie bringen einen um den Verstand und enden in einem persönlichen Waterloo.

Die Macht der Worte, eine oft unterschätzte Macht. Mit Worten kann man fast alles ausdrücken und fast alles kaputt machen.


Picture by http://www.worte.at/evabeierheimer/projekte/worte/worte.html

Wednesday, November 10, 2010

Walking in the Winter Wonderland!


Irgendwann, ja irgendwann werde ich Silvester auf so einer Skihütte in verschneiten Bergen verbringen. Wie schön es wäre vor dem Kamin zu verweilen und stundenlang die Schneeflocken zu zählen, die vor dem Fenster herab schneien und das herumtollen im Schnee, mit anschließendem Saunagang. Schön wäre es. Ich mag den Winter, mit seiner klirrenden Kälte und seinem Schnee. Nur den Matsch danach und die Glätte, die mag ich nicht. Aber wer tut das schon...


Picture by pictokon.net

Tuesday, November 02, 2010

Über ehrliche Kontaktanzeigen.


Vor kurzem habe ich mit einer meiner lieben Freundinnen über vergangene Dates gesprochen und diese mit all ihren Kuriositäten Revue passieren lassen. Sicherlich war das ein oder andere davon auch ein Reinfall. Zunächst hat man sich irgendwo kennengelernt, man ist sich sympathisch, telefoniert und verabredet sich. So weit so gut. Doch dann schleicht sich unter Umständen der Fehlerteufel ein und macht die bis dahin aufgebaute Sympathie mit einem Schlag zu Nichte. Da wird dann auch schon mal aus einer kleinen Zahnlücke, ein unausweichliches Hindernis für alles bis dato noch nicht Geschehene. Wenn man doch manches vorher wüsste...

Inspiriert durch die Neon, die ich hin und wieder mal kaufe, habe ich mir mal spaßeshalber in Gedanken meine eigene Kontaktanzeige kreiert. In der Neon heißt diese Rubrik "Ehrliche Kontaktanzeigen", diese zeichnet sich dadurch aus, dass die Personen von ihren Macken berichten und diese hervorheben. Dort heißt es also nicht "Pimp my profil" sondern eher Hand auf´s Herz. Ich finde diese Art sich selbst zu präsentieren durchaus sympathisch, da es authentisch und ehrlich ist. Und Macken können ja auch etwas liebenswertes sein und sowieso geht der Trend ja wieder zu mehr Natürlichkeit. In meinem Falle würde es sich quasi wie folgt lesen:

"Ich kann: Gedankensprünge fabrizieren wie kein Anderer, schon am Anfang eines Liedes sagen,um welches es sich handelt, Sprüche klopfen, stundenlang philosophieren & Zuhören. Ich bin: nachtragend, sensibel, humorvoll, stur & dominant. Ich kann nicht: kochen, meine Kommentare für mich behalten, mein Kopfkino ausstellen und das girly-Girl sein. Das geht gar nicht: Typen, die mehr Weltschmerz in sich tragen als ich und folglich nicht wissen, was sie wollen und wer oder was sie sind.

Ich kann meine schlüpfrigen Witze nicht für mich behalten und habe einen sehr eigenen Sinn für Humor. Wenn du noch dabei bist über meinen Witz nachzudenken und ihn wohlmöglich nicht so witzig findest, bin ich schon in Kopf 100 Ecken weiter und rede von einem anderen Thema. Mein Humor wird als sehr sarkastisch und ironisch empfunden. Wenn ich Witze über hungernde Kinder mache, was "political not correct" ist, dann betone ich am Ende "Sie kennen es doch nicht anders" mit meinem charmanten Lächeln. Eben bei diesem wird dir meine Zahnlücke auffallen, durch die ich problemlos Spaghetti ziehen kann. Aber bevor ich mir dann schlechte Witze über Kieferorthopädie anhören darf, betone ich gerne, dass ich eine feste Zahnspange hatte, diese aber anscheinend nichts gebracht hat. Während du mich mit einer Mischung aus Erstaunen und Mitleid anschaust, kommentiere ich schon wieder das Geschehen um uns herum und fange mit einem meiner Lieblingsthemen an: Filme! An dieser Stelle befrage ich dich nach meinen Lieblingsfilmen und stelle im besten Falle fest, dass es auch deine sind. In der Filmdiskussion eröffne ich dir eine weitere Marotte von mir: Ich kann nicht ohne Platzreservierung ins Kino gehen, da ich es hasse auf dem Parkett zu sitzen. Natürlich mache ich auch Ausnahmen, aber generell habe ich in diesem Punkt eine Zwangsneurose. Und falls ich dich vor dem Kino von Zuhause abholen soll, tja da muss ich passen, denn ich habe weder ein Auto noch einen Führerschein, was sicherlich nicht an mangelnder Intelligenz liegt. Und auch wenn ich über meine Kindheit mit den ach so geliebten He-Man Figuren rede, du irritiert darüber bist, da ich doch weiblich bin und mit Puppen gespielt haben soll, so bin ich doch in Gedanken schon dabei mir zu überlegen in welcher Knallfarbe ich meine Nägel lackiere. Aber wenn ich dich mag, dann sauge ich jedes deiner Worte auf und hole dich vor dem Kino sogar von Zuhause ab, allerdings nur mit meinem Hollandrad, wo du dann auf dem Gepäckträger Platz nehmen darfst und ich mir mit dir im Kino den Film vom Parkett aus anschaue. Ja, du wirst dich wundern, denn für Überraschungen bin ich immer gut."

Es würde doch eigentlich so vieles leichter machen oder? ;)


Monday, November 01, 2010

Picture some leaves.



Im holden Tal, auf schneebedeckten Höhen
War stets dein Bild mir nah:
Ich sahs um mich in lichten Wolken wehen,
Im Herzen war mirs da.
Empfinde hier, wie mit allmächtgem Triebe
Ein Herz das andre zieht –
Und daß vergebens Liebe
Vor Liebe flieht.

J. W. von Goethe





Picture © by Yve.