
Das Jahr ist noch nicht allzu alt und die vorgenommen Dinge immer noch nicht in die Tat umgesetzt, da bahnt sich schon Neues an. Zwar nicht allzu Neues, aber immerhin. Das Fernweh macht sich breit und Zukunftspläne werden geschmiedet, man fühlt sich wieder wie das zarte Mädchen, dass nach der abgesessenen Schulzeit zu neuen Ufern aufbrechen will. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual und es entstehen erneut die Fragen, die die Welt und mein Gehirn bewegen: Was will ich? Wohin will ich? Wie will ich es machen? Das sind in der letzten Zeit die Dinge die in meinem Kopf herumirren.
Mein Traum war immer in eine Großstadt (Berlin) zu ziehen und dort mein Dasein fristen (studieren). Doch es wäre auch toll erst wieder ein wenig zu arbeiten und die große weite Welt zu bereisen, um im Anschluss voller Elan ins Studium zu starten. Naja, der Klassiker nach dem Abi eigentlich, aber wenn ich mein zartes Alter von 26 bedenke dann wird mir ein wenig anders. Schaue ich mir mein Umfeld an oder besser gesagt Bekannte von damals und heute, so wird an allen Ecken geheiratet, das erste Kind bekommen, das Haus bezogen und das Studium beendet. Was mich natürlich freut für diejenigen, aber die imaginäre Messlatte hochlegt. Auch wenn ich an diesem Wettbewerb nicht offensichtlich beteiligt bin, so messe ich meine Erfolge mit deren. Vorzuweisen hat man einiges und das Wagnis wieder die Schulbank zu drücken, machte sich auch an diversen Stellen bemerkbar. Und doch ist der Wunsch nach Festigkeit wieder gewachsen in der Zeit. Einen guten Job, eine vernünftige Grundlage um sich "wieder" etwas aufzubauen. Etwas langfristiges. Es mag jetzt für den ein oder anderen etwas albern klingen, aber wir werden auch nicht jünger.
Da ich in einem guten 3/4 Jahr wieder die Qual der Wahl habe, beschäftigt mich das alles sehr derzeit. Denn einen weiteren Ausbruch und Neuanfang wird es nach dem letzten so schnell nicht wieder geben.
