
Wieder ist ein Jahr fast rum und man blickt auf die Weihnachtstage, mal mit Freude da man frei hat und mal mit Unmut, da man wieder dem alljährlichen Weihnachtsfrust ausgesetzt ist: Verwandte besuchen und die "Alles-ist-schön"-Stimmung aufsetzen. Nach den Feiertagen ist man wieder geheilt von dem ganzen und 10 Kilo schwerer. Das ist auch wieder der Anlass sich vorzunehmen mehr Sport zu machen, denn es soll ja wieder vorwärts gehen. Sowieso wird nächstes Jahr alles besser! Man kennt es ja! Da liest man wieder in sämtlichen Zeitschriften sein Jahreshoroskop, welches besagt die große Liebe steht vor der Tür, der Karriereschub kommt mit Whorpgeschwindigkeit und die Gesundheit blüht vor Freude und meine Freundschaften vertiefen sich! Als Topic des Ganzen wird dann das schmucke Eigenheim oder der Kinderwunsch genannt, der sich natürlich auch noch erfüllen wird. Watt herrlich!
Dumm nur, das es nie so ist und auch nicht so kommen wird. Rückblickend auf das vergangene Jahr und auf dem was ich erlebt habe kann ich das getrost behaupten. Ich habe nicht wie durch Zauberhand meine große Liebe gefunden und wie viele soll es davon eigentlich geben? Auch hat sich meine "Karriere" nicht weiterentwickelt. Die Millionen lassen noch auf sich warten. Gesund bin ich zwar, aber in Zeiten der Pandemie ist es auch nicht mehr das was es mal war. Eigenheim und Kinder stehen auch nicht zur Debatte. Die Realität ruiniert mal wieder alles: Ich habe wieder frustrierende Männergeschichten erlebt die mich phasenweise in Depressionen gestürzt haben und mich fragen ließen "Wie lange soll das noch so gehen?", ich sitze immer noch in der Schule, arbeite an meinem Abitur und frage mich seit Monaten wie es danach weitergeht und habe nicht einen Schimmer momentan. Statt Eigenheim wohne ich mittlerweile in einer WG, habe in meinen 3-ten Umzug hinter mir und manch böse Zunge behauptet ich habe einen "wohnlichen Sozialenabstieg" hinter mir, der sich wie folgt zusammenfassen lässt: 2-Zimmer Wohnung- 1. Zimmer Wohnung- WG Zimmer. Mein Kinderwunsch dieses Jahr kam in Form eines kleinen schwarzen Katers mit blauen Augen, den ich aber nicht lange beherbergte. Zum Thema Freundschaften lässt sich sagen, schließt sich eine Tür öffnet sich woanders eine neue. Auch wenn sich manches jetzt vielleicht negativ anhört, dem ist nicht in allen Dingen so. Mit meiner Wohnsituation bin ich sehr zufrieden und meine Mitbewohnerin ist wirklich klasse. Ich habe in punkto Freundschaften die ein oder andere dazu gewonnen und vertieft, dafür eine andere leider auf dem bisherigen Weg verloren. Schulisch betrachtet hab ich durchaus meine Durchhänger, aber das Ende ist in Sicht und Pläne für danach werden sich konkretisieren. Meine Familie ist wohlauf, bis auf ein paar "Schürfwunden".
Nur die Liebe und ich, wir haben es nicht so miteinander. Da wird nicht miteinander, sondern gegeneinander gearbeitet! Was soll ich sagen, außer das vergebene Männer nur Ärger bringen... das nicht zu wenig. Mein persönliches Schreckgespenst besucht mich auch ab und an immer noch. Aber das ist wohl mittlerweile Bestandteil meines Lebens geworden.
Es kann nur schlimmer werden. Auf ein Neues!