Sunday, June 22, 2008
Saturday, June 21, 2008
Unikat

Hin und wieder begegnen wir einem Exemplar dieser Sorte, was durchaus freudig und erfrischend sein kann. Hat man das Unikat erst einmal in sein Herz geschlossen, läßt es uns erstrahlen und füllt unser Herz mit Wärme. Mit all seinen liebenswerten und liebevollen Zügen läßt uns das Unikat, an sich und seinem Leben teilhaben. Ein wahrer Glücksgriff möchte man meinen, ein solches Unikat sein Eigen nennen zu können. Anfangs erscheint uns das Unikat wunderbar einzigartig, ständig entdeckt man neues an ihm und erquickt sich freudig daran. Je mehr Zeit man mit dem Unikat verbringt, desto mehr haben wir die Gelgenheit es unter die Lupe zu nehmen und stellen fest unser Unikat ist schon etwas eigen. Durchaus kann das sehr liebenswert sein, wenn es nicht in Extreme umschlägt. Ein wenig nerdy schadet nicht. Im Gegenteil, schließlich ist es ein Unikat.
Doch hat man erstmal das kleine Gefühl von Bestätigung erreicht und fühlt man sich mit seinem Unikat bestens bedient, wird das Unikat unter Umständen seltsam. Es guckt uns an, als seien wir nicht von dieser Welt. Manch ein Unikat möchte flüchten, und sich nach etwas neuem umschauen, da wo es das Unikat besser hat. Arrogant meinen die einen, unentschlossen die Anderen. Man hat irgendwo Verständnis für das Unikat, schließlich macht man es selbst nicht anders. Ein kleiner Teil von uns, beneidet das Unikat für dessen Entschlossenheit, jene die wir unter Umständen nicht haben weil wir an kostbares festhalten. Manchmal auch einseitig und unglücklich. Doch stets mit der Hoffnung im Herzen.
Sunday, June 15, 2008
I`m no Superman

Alles, was wir tun, tun wir um anderer Menschen willen. Weil wir sie lieben. Oder weil wir sie eben nicht lieben.
Wir wollten unbedingt einen Job. Aber kaum hatte man uns eingestellt, konnten wir es nicht fassen, dass Menschen tatsächlich den ganzen Tag lang sowas machten. Alles, was in unserer Vortsellung "die Welt" gewesen war, war in Wirklichkeit das Ergebnis von irgendjemandes Arbeit. Jede Linie auf dem Bürgersteig, jede Salzstange.
Die Knie gaben nach, man ging zu Boden. Man weinte in allen erdenklichen Sprachen, denn Tränen sind überall auf der Welt gleich.
Wir sind sonderbare Helden, wir verlieben uns hoffnungslos, mal gut , mal schlecht, wir leben in Luftschlössern und stoßen das Glück von uns, wenn es einmal anklopft. Aber wer tut das nicht? Und was wäre wenn wir es nicht täten?
Storytellin: Emergency

Als sie erwachte, lag sie in einem kahlen weißen Raum. Ihr Kopf hämmerte vor Schmerzen. Sie versuchte zu deuten, wo sie war und bewegte ihren Kopf langsam nach links. Vor Ihr lagen kahle Wände. Neben sich sah sie angeschlossene Maschinen, in ihrem Arm ein Schlauch. Ihr Kopf pochte. Sie übergab sich. Eine Schwester trat ein, und wischte ihre Kotze auf. Ein nasser kalter Lappen lag nun auf ihrer Stirn, und die Schwester sagte alles wird gut, sie brauche keine Angst haben. Angst, Angst wovor? Was war geschehen? Das letzte an das sie sich erinnern kann, war ein dumpfer Knall und dann ist in ihrem Kopf nur ein schwarzes Loch. Sie versuchte sich aufrecht hinzusetzen, was schier unmöglich war da die Schmerzen sie ans Bett fesselten. Ihr Kopf fuhr Achterbahn. Plötzlich schoß ihr Blut durch den Kopf, das Adrenalin pumpte in ihren Venen. Momentaufnahmen schossen herbei, Scherben, Schreie, Blut und Qualm zischten vor ihren Augen umher. Sie übergab sich erneut. Das Bett wurde rot unter ihr, sie würgte vor Schmerzen. Tränen rinnten ihre Wangen herab.
Ein Unfall, jetzt wurde es ihr bewusst. Das Auto, ihre Freundin. Ihre Freundin... Sie schrie, ihr Kopf dröhnte durch das Schreien. Eine Schwester kam ins Zimmer hineingelaufen, und versuchte sie zu beruhigen, ein Arzt kam herbei und verpasste ihr eine Spritze. Vorsorglich schnallten die Schwestern sie fest. Sie weinte, weinte bittere Tränen. Der Arzt sah die Schwestern an, und nickte. Eine der Schwestern beugte sich zu ihr und strich ihr über die Stirn, alles wird gut sagte sie wieder, alles wird gut. Ihr war schlecht, die Kotze stand ihr bis zum Hals. Die Spritze wirkte und ein Schleier lag auf ihren Augen, ihr wurde schummerig. Ihre verkrampften Muskeln lösten sich, entspannten sich und schließlich lies sie ihren Körper ruhen. Ihr Kopf hingegen war wach und wurde immer klarer. Das Auto. Das Blut. Die Schreie. Immer wieder vor ihrem inneren Auge. Sie weinte. Wie kam es soweit? Sie hatten doch nur einen Ausflug geplant. An den See. Es war ein sonniger Tag, was sollten sie sonst tun? Sie waren unschuldig. Eine der Schwestern kam ins Zimmer hinein, und setze sich an ihr Bett. Die Schwester nahm ihre Hand, und hielt sie sanft. Strich ihr über die Stirn, und begann zu reden. Man konnte nichts mehr für sie tun, sie war schon tot als sie eingeliefert wurde, es war ein Kampf um nichts. Man konnte nichts für sie tun. Sie schrie, und weinte. Leere, schlagartig wurde ihr bewusst das ihre Freundin nicht mehr da war. Ihre Schreie erstickten, sie konnte nicht mehr. Sie sackte zusammen. Die Schwester begann weiter zu reden. Es sei nicht leicht, aber sie würde es schaffen auch wenn es Monate, vielleicht sogar Jahre bedarf. Sie musste hart an sich arbeiten, um wieder laufen zu können. Sie weinte. Weinte, und weinte. Die Schwester ließ sie für einen Moment zurück im Zimmer. Sie setzte sich auf, und für einen Moment wurde ihr mehr als klar, das es nicht das Bein war, welches ihr fehlte, sondern alleine diejenige mit der sie das alles nur schaffen konnte. Ihr Herz....
Ein Unfall, jetzt wurde es ihr bewusst. Das Auto, ihre Freundin. Ihre Freundin... Sie schrie, ihr Kopf dröhnte durch das Schreien. Eine Schwester kam ins Zimmer hineingelaufen, und versuchte sie zu beruhigen, ein Arzt kam herbei und verpasste ihr eine Spritze. Vorsorglich schnallten die Schwestern sie fest. Sie weinte, weinte bittere Tränen. Der Arzt sah die Schwestern an, und nickte. Eine der Schwestern beugte sich zu ihr und strich ihr über die Stirn, alles wird gut sagte sie wieder, alles wird gut. Ihr war schlecht, die Kotze stand ihr bis zum Hals. Die Spritze wirkte und ein Schleier lag auf ihren Augen, ihr wurde schummerig. Ihre verkrampften Muskeln lösten sich, entspannten sich und schließlich lies sie ihren Körper ruhen. Ihr Kopf hingegen war wach und wurde immer klarer. Das Auto. Das Blut. Die Schreie. Immer wieder vor ihrem inneren Auge. Sie weinte. Wie kam es soweit? Sie hatten doch nur einen Ausflug geplant. An den See. Es war ein sonniger Tag, was sollten sie sonst tun? Sie waren unschuldig. Eine der Schwestern kam ins Zimmer hinein, und setze sich an ihr Bett. Die Schwester nahm ihre Hand, und hielt sie sanft. Strich ihr über die Stirn, und begann zu reden. Man konnte nichts mehr für sie tun, sie war schon tot als sie eingeliefert wurde, es war ein Kampf um nichts. Man konnte nichts für sie tun. Sie schrie, und weinte. Leere, schlagartig wurde ihr bewusst das ihre Freundin nicht mehr da war. Ihre Schreie erstickten, sie konnte nicht mehr. Sie sackte zusammen. Die Schwester begann weiter zu reden. Es sei nicht leicht, aber sie würde es schaffen auch wenn es Monate, vielleicht sogar Jahre bedarf. Sie musste hart an sich arbeiten, um wieder laufen zu können. Sie weinte. Weinte, und weinte. Die Schwester ließ sie für einen Moment zurück im Zimmer. Sie setzte sich auf, und für einen Moment wurde ihr mehr als klar, das es nicht das Bein war, welches ihr fehlte, sondern alleine diejenige mit der sie das alles nur schaffen konnte. Ihr Herz....
Liebe.
Wednesday, June 04, 2008
Storytellin` Part 3: "Just a moment"

Mal wieder einer meiner älteren literarischen Ergüsse! ;)
Der Laden war total überfüllt, die Luft miserabel. Die Musik war so laut,man hörte sein eigenes Wort kaum. Was vielleicht auch besser war. Langsam ging Sie Richtung Tanzfläche, schaute sich nach bekannten Gesichtern um. Die Musik wurde immer lauter. Überall lagen Scherben herum. Sie bleib stehen, und nickte mit Kopf zum Takt der Musik. Den Song kannte sie nicht. Dennoch war er gut. Ihr Blick wanderte über die tanzende Menge, es schien das wohl immer gleiche Bild zusein. Sie fing an mit zuwippen. Um sie herum wurde es voller. Alles tanzte. Sie schaute zu. Weder mit Interesse, noch amüsierte sie sich darüber. Sie guckte einfach nur. Das Bier in ihrer Hand schien immer wärmer zu werden. Schnell nahm sie einen Schluck. Es schmeckte nicht sonderlich gut, aber es war gut gegen die mittlerweile trockene Kehle. Die Luft wurde immer stickiger, Qualm und Gestank vermischte sich zu einem widerlichen Brei.
Sie fing an zu tanzen. In der Hoffnung das sich etwas wie Freude einstellte, die blieb jedoch aus. "Hast du Spaß?" fragte jemand sie, "Klar!" Sie zwang sich zu einem Lächeln. Ihr Blick war leer, egal wie sehr sie sich bemühte. Egal welch lachendes Gesicht sie machte, es schien unglaubwürdig. Sie ging zur Theke um sich ein weiteres Bier zu holen. Sie trank es direkt mit ein paar Schlücken aus. Die Menschen die an dem Abend da waren,schienen Spaß zu haben und sich zu amüsieren. Nur sie nicht. Es fiel nicht auf. Niemand fragte. Warum auch? Und was hätte sie antworten sollen?
Sie ging wieder tanzen. Versuchte Spaß zu haben. Ihre Freunde hatte sie den halben Abend nicht mehr gesehen, es störte sie nicht. Sie war gerne für sich diesen Abend. Sie hatte über nichts groß nachgedacht die letzten Stunden, welch Wohltat. Während sie vor sich hin tanzte, beobachtete sie die Leute neben sich. Sie schienen nicht nur Spaß zu haben, sie schienen auch noch relativ zufrieden. Sie nicht. Es waren Momentaufnahmen die ihr aus dem nichts heraus durch den Kopf schossen. Glückliche Momente, genau wie traurige, die unzählige Gedanken mitbrachten. Die Musik schien weit weg, sie wusste nicht ob sie noch tanzte, oder ob sie nur da stand. Es war genau der Moment, wo dieses Gefühl auf sie einbrach, das sie nicht definieren konnte. Es lähmte sie in jedem dieser Momente. Sie konnte weder weinen, sich freuen, noch lachen, noch sonst etwas. Das einzige was sie fühlte war diese unendliche Leere. Dichtgefolgt von tausenden Gedanken, die das reinste Chaos waren. Warum? Die Frage begleitete sie ständig, gerade in diesen Momenten. Sie schloss ihre Augen. Der Club war bis oben hin voll, die Musik durchgehend gut. Ein schöner Abend.
Sie fing an zu tanzen. In der Hoffnung das sich etwas wie Freude einstellte, die blieb jedoch aus. "Hast du Spaß?" fragte jemand sie, "Klar!" Sie zwang sich zu einem Lächeln. Ihr Blick war leer, egal wie sehr sie sich bemühte. Egal welch lachendes Gesicht sie machte, es schien unglaubwürdig. Sie ging zur Theke um sich ein weiteres Bier zu holen. Sie trank es direkt mit ein paar Schlücken aus. Die Menschen die an dem Abend da waren,schienen Spaß zu haben und sich zu amüsieren. Nur sie nicht. Es fiel nicht auf. Niemand fragte. Warum auch? Und was hätte sie antworten sollen?
Sie ging wieder tanzen. Versuchte Spaß zu haben. Ihre Freunde hatte sie den halben Abend nicht mehr gesehen, es störte sie nicht. Sie war gerne für sich diesen Abend. Sie hatte über nichts groß nachgedacht die letzten Stunden, welch Wohltat. Während sie vor sich hin tanzte, beobachtete sie die Leute neben sich. Sie schienen nicht nur Spaß zu haben, sie schienen auch noch relativ zufrieden. Sie nicht. Es waren Momentaufnahmen die ihr aus dem nichts heraus durch den Kopf schossen. Glückliche Momente, genau wie traurige, die unzählige Gedanken mitbrachten. Die Musik schien weit weg, sie wusste nicht ob sie noch tanzte, oder ob sie nur da stand. Es war genau der Moment, wo dieses Gefühl auf sie einbrach, das sie nicht definieren konnte. Es lähmte sie in jedem dieser Momente. Sie konnte weder weinen, sich freuen, noch lachen, noch sonst etwas. Das einzige was sie fühlte war diese unendliche Leere. Dichtgefolgt von tausenden Gedanken, die das reinste Chaos waren. Warum? Die Frage begleitete sie ständig, gerade in diesen Momenten. Sie schloss ihre Augen. Der Club war bis oben hin voll, die Musik durchgehend gut. Ein schöner Abend.
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