Monday, May 26, 2008

Storytellin` Part 2: "Through the pain"


Stille. Ein leises Seufzen, vielsagender als hunderte Worte. Der Blick wird schwer, die Augen müde. Sie sitzt am Tisch, und Ihre Augen haften an dem Weinglas, welches vor ihr steht. Durch das Kerzenlicht sieht sie ihre Fingerabdrücke daran. Mustert daraufhin ihre Hände, trocken und rauh sind sie, aber das ist üblich für sie. Wieso sollte es in diesem Moment anders sein als sonst? Warum gerade jetzt? Dafür spricht nichts. Im Gegenteil. Sie ist müde, und das Gefühl ist seit Monaten nicht weniger geworden. Es rutschte nur ab und an mal in den Hintergrund. Wie sie selbst auch. Es gab diesen Moment auf den sie sich so gefreut hatte, dem sie so entgegen gefiebert hatte. Soviel Hoffnung und Erwartung steckte in diesem Moment. So verdammt viel. Zuviel. Parallel dazu gab es dieses kleine Gefühl von Mißtrauen, sich selbst gegenüber. Was wenn es gar nicht alles so ist, wie es scheint? Wie kann sich etwas absolut richtig und gut, und gleichzeitig so belastend anfühlen? Doch der tolle Moment war da, er war greifbar. Also wurde nach ihm gegriffen. Eine wunderbare Tat. Ein tolles Gefühl, so trügerisch das nicht ein Hauch einer Ahnung aufkommen konnte. Warum sollte es täuschen? Man fühlt es doch. Ein Lächeln huscht über ihre Lippen. Für einen kurzen Moment fühlt es sich richtig an, so wie es gewesen ist. Ausgeblendet der Schmerz der währendessen allgegenwärtig war. Schöne Dinge und Gefühle müssen belohnt werden.
Der Wein wird langsam aber sicher warm. Die Kerze ist schon sehr herunter gebrannt. Wie lange die wohl schon brennt? Stunden, oder vielleicht Tage? Manches muss man vielleicht länger betrachten, um zu merken das man etwas wunderbares vor sich hat. Wurde sie gesehen? In ihrer ganzen Form, mit all ihren den Kanten und Ecken? Der strahlenden Fassade, die immer so unermüdlich scheint? Sie streckte stets eine Hand aus, sei es nur um helfen zu wollen. Doch sie stand vor verschlossener Tür. Immer wieder. Der Wein schmeckt fad, ein wenig zu trocken. Er zergeht auf der Zunge. Dennoch bleibt er, der bittere Nachgeschmack. Gepaart mit einem Haufen Zweifeln. An dem Gefühl was einmal währte, an den bitteren Tatsachen, die schönen Momente die vielleicht nie welche waren. Das Gefühl sich selbst etwas vorgemacht zuhaben, aus Angst das man falsch liegen könnte. Mit den Fingern zwirbelt sie ihre Haare, dreht sie immerzu um die Finger herum. Nach vorne schauen soll man, weitergehen. Man spricht von Hinweisschildern am Wegrand, die sollen helfen. Wenn man sie denn sehen kann. Kann man sie fühlen? Lassen sie sich erahnen? Der Wein muss kälter sein, sagt sie sich. Nicht lange zögern, sondern handeln. Das beste aus sich heraus holen, was wenn nur niemand das sehen möchte? Wenn man sich bemüht, sich so gibt wie man ist? Wahrheit tut weh, Wahrheit zerstört, Wahrheit prägt. Schmerzt im Herzen, zerstört Illusionen und Hoffnungen. Den wahren Kern zufinden ist komplex, und schier unmöglich. Will man es dennoch? Möchte man ihren finden? Die Kerze erlischt, sie ist niedergebrannt. Ein Seufzer. Doch diesmal hört man ihn nicht. Ein Herz das seufzt, dem fehlt etwas, sagt man.

Sunday, May 18, 2008

Get your freak on!


Normalsein ist langweilig, anders sein hingegen ist in. Jeder durchgeknallter desto besser, je komplizierter desto besser. Ein jeder möchte aus der Masse herausstechen, nicht die Norm sein und sich von dem 08/15 Rest abgrenzen. Individualität auf höchstem Maße ist das A und O heutzutage. Angefangen beim Musikgeschmack, über Styling bis hinzu Verhaltensmuster. Doch was ist wenn das aufeinmal alle tun, und das einzelne Individuum nicht mehr durch seine "Einzigkeit" hervorsticht? Was ist wenn es aufeinmal nicht ein Individuum gibt, sondern Hunderte mit den gleichen "einzigartigen" Merkmalen? Hm, naja man ist ja ANDERS! Und schließlich schimpft man über diesen ganzen Einheitsbrei.

Das eigene Verhalten wird durchleuchtet, und für jede Tat, jedes Mißverständnis, jedes Wort ob positiv oder negativ, gibt es die Begründung: "Ich bin halt so!" Je komplizierter das Wesen desto besser, und wer damit nicht zurecht kommt hat selbst Schuld! Warum soll man sich auch dem Rest anpassen? Wo kämen wir denn dahin? Ein jeder ist so mit sich selbst beschäftigt, das es wirklich schwer fällt sich auf andere Menschen einzulassen. Seien es schlechte Erfahrungen die man gemacht hat, die weh taten, die dazu bewegen sein Verhalten so rechtzufertigen. Es ist im Prinzip ein Grundsatz an dem man festhält, komme was wolle. Es ist die Entschuldigung für alles, quasi eine Rechtfertigung. Zum Teil sicherlich auch ok, aber man wird immer mehr zum Egoist und ist nur auf seine eigenes Wohl aus.

Anderssein ist das Statement schlechthin, und je mehr man sich selbst so darstellt, so unglaubwürdiger wird es. Wie glaubwürdig ist es denn wenn eine Schickimickitussi aufeinmal die totale Rockchick mimt und der Typ mit der Baggypants plötzlich nur in Edelclubs aufläuft, natürlich alles unter der Primisse "Ich bin anders"...

Letztlich ist man so bemüht anders zusein, das man im Grunde nicht wirklich mehr ein Individuum ist, sondern sich der Masse anpasst.

Doch weiß man letztlich eigentlich was es heißt anders zusein?

Friday, May 16, 2008

Music was my first Love


Musik ist die Kunst, Schall zu klanglichen Kunstwerken zusammenzufügen. Musik, eine Leidenschaft, ohne die man nicht leben kann. Musik verbindet, Musik ist Liebe, Emotion und soviel mehr. Es ist die Einzigartigkeit, die jeden noch so kleinen Moment unsagbar untermalen kann und das alleine nur durch einen Song! Musik macht Momente unvergesslich, mit einem bestimmten Song, einem bestimmten Album oder gar ein Konzert. Die schönsten Erinnerungen verbindet man meist mit Musik.

Musik streichelt die Seele, küsst das Herz. Lässt uns weinen, tröstet uns. Ein Tag ohne Musik ist undenkbar, das erste was man morgens kurz nach dem aufstehen wahrnimmt, ist Musik aus dem Radio. Auf dem Weg zur Uni, Schule oder gar Arbeit, ist der Ipod schon in den Ohren ohne das wir das Haus verlassen haben. Alles wird von unserem eigenen Soundtrack begleitet, jede Beziehung, jeder Lebensabschnitt wird durch Musik bereichert.

Die ersten Cd´s, die ersten Konzerte, unvergesslich und doch hört man sich immer wieder neu in die Musik hinein. Entdeckt neue Styles und Richtungen, ohne das man der Grundlinie untreu wird. Mit einem Song wird soviel ausgedrückt, ohne das man selbst ein Wort hinzufügen müsste. Kassetten wurden aufgenommen, zu wahren Mixtapes gemacht, man hat CD´s zusammengestellt. Seine eigenen Compilations, und immer waren es Songs dort drauf, mit denen man soviel erlebte!

Music was my first Love, and will be my last!